Energie-Riese eröffnete Technikzentrale in Salzgitter
Lebenstedt In dem komplett verglasten Stahlskelettbau überreichte Architekt Ole Flemming gestern Nachmittag symbolisch den Schlüssel an den neuen Hausherrn.
Im August waren 180 Beschäftigte des Energie-Unternehmens aus Braunschweig nach Salzgitter umgezogen.
Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel betrachtete das Millionen-Projekt als bedeutsamen Beitrag des Energieversorgers zur Sicherung von Arbeitsplätzen in der Stadt. Neben den Eon-Beschäftigten zogen 90 städtische Mitarbeiter des Fachdienstes Finanzen und des Eigenbetriebs Gebäudemanagement in den Neubau ein.
Salzgitters Stadtbaurat Michael Tacke lobte Planer und Architekten: „Der Neubau bietet eine städtebauliche Aufwertung Lebenstedts.“ Für Diskussionsstoff bei Bürgern, aber auch unter den Gästen der Eröffnungsfeier sorgten die rostfarbenen Außenlamellen, die die Sonnen- und Lichtzufuhr steuern.
Auf dem 9000 Quadratmeter großen Grundstück, auf dem einst das Gesundheitsamt angesiedelt war, erstreckt sich der Neubau über drei Ebenen. Ringförmig um ein Atrium entstanden 300 Büroräume mit Glasfassaden. Brücken verbinden die Räume über den Lichthof. Eine Tiefgarage unter dem Gebäudekomplex bietet 285 Stellplätze.
„Aus Salzgitter steuern wir künftig unsere komplette Technik“, sagte Eon-Vorstand Herzog. „Vor uns liegt die gigantische Aufgabe der Energiewende. Wir bauen in kürzester Zeit ein Energiesystem um, das sich in 100 Jahren entwickelt hat.“ An der Joachim-Campe-Straße seien dazu die besten technischen Grundlagen gelegt worden. Bereits im Frühjahr 2010 hatte Eon 15 Millionen Euro in eine Netzleitzentrale am Watenstedter Weg investiert.
