Picknick am See zieht Familien an
2009-05-17T22:00:00+0200Aktion "Salzgitter spielt" hat viele Helfer – Veranstalter mit Resonanz zufrieden
Sie treffen sich zum Picknick, toben über die Wiese und probieren die unterschiedlichen Vergnügungsangebote aus – viele Salzgitteraner Familien nutzen die Aktion "Salzgitter spielt, um gemeinsam vergnügliche Stunden zu verbringen.
"Links, rechts, links, rechts", ruft Melitta Punthöler den Mädchen zu, die im Gleichtakt die Beine heben und die langen Bretter unter ihren Füßen in Bewegung setzen. Für einen Moment drohen Marie Brüggemann, Sarah Wuttke und Chantal Schumacher das Gleichgewicht zu verlieren – doch gemeinsam meistern sie die Koordinationsübung und erreichen die Ziellinie.
Rasenski, Strohsackweitwurf oder Hindernislauf – auf der Grünfläche vor dem Piratenspielplatz haben am Samstag alle Besucher die für sich passende Freizeitbeschäftigung gefunden. "Salzgitter spielt" lautet das Motto der Veranstaltung, mit der das lokale Bündnis "Leben mit Kindern" und die Stadt an dem bundesweiten Aktionstag "Mehr Zeit für Kinder" teilnehmen.
Partner stellen Arbeit vor
Rund 20 Bündnispartner beteiligen sich am ersten Familienpicknick, das Kind und Kegel zu Speis’ und Spiel unter blauem Himmel einlädt. "Viele von ihnen haben sich noch spontan eingeklinkt", sagt die städtische Kinder- und Familienbeauftragte Sylvia Fiedler, die sich über die tatkräftige oder finanzielle Unterstützung der Institutionen freut. Diese machen mit der Aktion auf ihre Arbeit aufmerksam und zeigen, welche Angebote Salzgitter für Familien bereithält.
Die angebotenen Vergnügungsmöglichkeiten, so betont Fiedler, seien nicht allein für die kleinen Besucher gedacht. "Es geht darum, als Familie zu sagen: Komm, wir spielen zusammen", sagt sie. Das lassen sich die Rabensteins nicht zweimal sagen: Nach einem Picknick liefern sie sich ein Duell an der mannshohen Vier-Gewinnt-Tafel. "Das Spiel gefällt mir richtig gut", berichtet die dreijährige Alyssa.
Clownin unterhält Kinder
"Mit den Aktivitäten wollen wir auch Anregungen für zu Hause mitgeben", erläutert Roswitha Krum, Leiterin des städtischen Fachdienstes Kinder, Jugend und Familie. Dass man mit einfachen Mitteln Spaß haben kann, merkt Leonie Wodarka beim Strohsack-Weitwurf: Gemeinsam mit Großmutter Annegret tritt sie gegen ihren Opa an.
"Ich habe schon mich als Meerjungfrau schminken lassen", berichtet die Fünfjährige und zeigt stolz das Seepferdchen auf ihrer Wange. Noch bunter strahlt das Gesicht von Andrea Bastian. Mit roter Nase unterhält sie ihr Publikum als Clownin Pipi beim Seiltanzen und Jonglieren. "Ich bin begeistert von den bunten Ständen, und der Piratenspielplatz ist ideal als Hintergrund", sagt sie.
Die Veranstalter sind mit der Resonanz zufrieden. "Ich bin positiv überrascht, dass trotz der unsicheren Wetterverhältnisse viele Familien gekommen sind", sagt Krum. Ein wenig mehr Gäste hätten es sein können, meint hingegen Reinhold Jenders, Leiter der Evangelischen Familien-Bildungsstätte: "Aber fürs erste Mal ist die Besucherzahl vollkommen in Ordnung."


