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Salzgitter

Rat wird dem Mobilitätsmuseum zustimmen

Salzgitter Oberbürgermeister Frank Klingebiel kann aufatmen. Alle Parteien im Rat der Stadt wollen für den geplanten Bau des Mobiliätsmuseums in Salder stimmen.

Von Michael Kothe

Salzgitters Rat wird das von ihm initiierte Mobilitätsmuseum, das für 3,9 Millionen Euro in Salder entstehen soll, absegnen – wenn auch verzögert. Zwist aber droht mit den Braunschweiger Verkehrsfreunden.

„Wir begrüßen das Konzept ausdrücklich“, stellte Rolf Stratmann, Chef der CDU/FDP-Fraktion, gestern fest. Und auch die SPD ist „positiv gestimmt“. Doch das konkrete Ja zur Idee der Verwaltung, in der Fuhseniederung am Museum Schloss Salder drei wie Zugwaggons aneinandergekoppelte Ausstellungshallen zu errichten, wird nicht wie beabsichtigt bereits am 29. Februar fallen. Über den Plan, in den Hallen 22  Schienenfahrzeuge aus dem Werksmuseum von Alstom auszustellen (SZ berichtete), wird der Rat wohl erst in einer Sondersitzung etwa im März entscheiden. Da nutzte es gestern wenig, dass Peter Kozlick für die MBS bereits begeistert „vollste Unterstützung“ zusagte („Dieser Plan hat Hand und Fuß“).

Auch die Linke hat sich „grundsätzlich positiv“ geäußert. Doch wie die SPD warnt Fraktionschef Hermann Fleischer vor vorschneller Entscheidung. Er befürwortet ebenfalls eine Sondersitzung im März, bei der vor allem die Höhe der Betriebskosten, aber auch planerische Details und die Notwendigkeit von geschultem museumspädagogischem Personal erörtert werden sollten. Ähnlich reagierte Grünen-Fraktionssprecherin Christa Garms-Babke. Es gehe um ein interessantes Millionen-Projekt – und eine bedeutungsvolle Entscheidung, die nicht kurzfristig zu fällen sei.

Unmut droht indes von anderer Seite. Ebenso wie die Stadt erhebt auch der Verein Braunschweiger Verkehrsfreunde Anspruch auf Exponate aus dem Werksmuseum von Alstom. Vorsitzender Jörg May verweist auf den bereits seit 2005 in Bahnhofsnähe bestehenden Lokpark in der Löwenstadt. Der dortige vom Verein betriebene Erlebnispark für Eisenbahntechnik und -wissenschaft präsentiere auf rund 30 000 Quadratmetern des früheren Dampflok-Ausbesserungswerks der Bundesbahn rund 90 Schienenfahrzeuge „zum Anfassen“. Auf einer drei Kilometer langen Gleisanlage seien 15 Prozent der Züge fahrbereit. Der 126-köpfige Verein befürworte das geplante Mobilitätszentrum, doch rund ein Drittel der 22 historischen Eisenbahnwaggons von Alstom gehöre nach Braunschweig. „Salder hat keine eisenbahngerechte Umgebung“, stellt May fest.

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Veröffentlicht: 13.02.2012 - 20:20 Uhr
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