Drei Profis setzten sich gegenseitig respektvoll in Szene

Salzgitter-Bad  Der Fachdienst Kultur servierte in der Kniestedter Kirche eine echte Blues-Sahneschnitte.

Georg Schroeter (Foto) stellte mit Marc Breitfelder und Tim Engel in der Kniestedter Kirche seine aktuelle CD „Sugar & Spice“ vor.

Foto: Elke Kräwer

Georg Schroeter (Foto) stellte mit Marc Breitfelder und Tim Engel in der Kniestedter Kirche seine aktuelle CD „Sugar & Spice“ vor. Foto: Elke Kräwer

Der Besuch der Kniestedter Kirche am Samstagabend war für die Fans der Reihe „Blues in der Kirche“ einmal mehr eine lohnende Angelegenheit. Rund 100 Bluesfreunde kamen in den außerordentlichen Genuss, Georg Schroeter und Marc Breitfelder dabei zuzusehen und zuzuhören, wie sie mit den verschiedenen Blues-Stilen, wie Rock ’n’ Roll, Rhythm ’n’ Blues oder Boogie Woogie spielten und damit eine wahre Flut der Begeisterung lostraten.

Fast schien es, dass das Trio Georg Schroeter, E-Piano und Blues-Gesang vom Feinsten, Marc Breitfelder, ein Könner an der Harp, wie es wohl kaum einen zweiten gibt, und Tim Engel, der sich am Schlagzeug nun auch nicht verstecken musste, von dem schier grenzenlosem Beifall der immer wieder auch zwischendrin aufbrandete überrascht wurde. Gekonnte Soli, und davon gab es reichlich, gehören eben auch anständig und sofort belohnt.

Breitfelder ließ das Publikum mit seiner Sammlung an Harps und vor allem mit den Tönen, die er den Instrumenten zu entlocken wusste, nicht selten voller Stauen vor der Bühne stehen. Durch eine selbst entwickelte Überblastechnik erreicht er faszinierende Dimensionen auf der Harp.

Schroeter bestach durch seine Leichtigkeit auf den Tasten und seine Bluesstimme, die die energiegeladenen Mid- und Up-Tempo-Stücke ebenso wundervoll präsentierte, wie den langsamen, immer etwas traurig klingenden Blues, der einen so trefflich in ein Glas Bourbon heulen lässt. Und was von den Gästen in der Kniki als besonders angenehm empfunden wurde, war die Tatsache, dass sich die drei Profimusiker immer wieder gegenseitig respektvoll in Szene setzten.

Übrigens wurden Schroeter und Breitfelder 2011 von den Baltic Blues und dem German Blues Network, beide wollen Auftrittsmöglichkeiten für Bluesmusiker international fördern, nach Memphis geschickt. Dort siegten sie beim Solo-/Duo-Wettbewerb des weltweit größten Bluesmusiker-Wettbewerbs und holten den Award erstmalig aus dem Mutterland des Blues nach Europa. Dass das kein Zufall war, ist den Gästen des „Blues in der Kirche“-Konzerts am Samstag mehr als deutlich geworden.

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