Bauarbeiten an der Schule stocken

Steinlah  Der Dauerregen hält das Projekt Haus des Dorfes am Steinlaher Vorberg derzeit ein wenig auf.

Viel los war auf der Baustelle am künftigen Haus des Dorfes in Steinlah nicht, als sich die am Projekt Beteiligten zur wöchentlichen Baubesprechung trafen. Maurermeister Jaroslaw Fal zeigt zur Erklärung seiner abwesenden Mitarbeiter nur in die feuchte Baugrube am Rande der Straße Am Vorwerk: Dort steht das Wasser teilweise in hohen Pfützen. „Solange das Wetter nicht besser wird, können wir das matschige Erdreich für den Fundament-Bau nicht verdichten“, bedauert Meister Fal.

Bauamtsleiter Burkhard Behne und Architekt Helmut Urbisch nicken verständnisvoll. Hier kann nicht gearbeitet werden. Dennoch gibt es immer Details zu klären, die genaue Höhe der Dachrinne fehlt beispielsweise für eine nahtlose Fortsetzung.

Passende Dachziegel sind inzwischen bestellt, jetzt werden Holzfenster im Stil des Altgebäudes gesucht. Vorgaben, die sich aus der Förderung im Zuge der Dorferneuerung ergeben.

Doch im Moment steht nicht einmal der Keller des Rohbaus. Auf einer Zeichnung erläutert Urbisch noch einmal das Bauvorhaben, dass sich dem etwa 70 Jahren Gebäude nahtlos anschließt. Der jetzige Dorfgemeinschaftsraum wird durch den Anbau fast doppelt so groß, künftig also eine Gesamtfläche von fast 120 Quadratmetern haben.

Dazu wird die bislang rechteckige alte Steinlaher Schule zum Winkelbau mit einem dritten Giebel, der zum Vorberg zeigen wird. Im Innenhof dieses Winkels entsteht ein lichtes Foyer, das künftig einen ebenerdigen und damit barrierefreien Zugang zum Haus des Dorfes ermöglicht, der ebenfalls von der Straße Am Vorberg aus erschlossen wird.

Damit wird auch die Ortsbücherei Steinlah einfacher zu erreichen sein. Noch müssen die Besucher einige Stufen bewältigen, wenn sie Lesestoff holen oder Veranstaltungen besuchen wollen. Barrierefreiheit ist überdies nötig, wenn dort gewählt werden soll.

Abgerissen sind bereits eine Garage und das Gebäude mit den alten Schultoiletten. An deren Stelle werden drei Behinderten-Parkplätze entstehen, die ebenfalls vom Vorberg aus erreichbar sind. Während der Bauzeit wird der Straßenverkehr Am Vorberg zwangsläufig etwas beeinträchtigt, die künftige Giebelwand endet etwa einen Meter neben der Fahrbahn.

Deshalb sind bereits vorläufige Halteverbotsschilder im Baustellenbereich aufgestellt worden. Die Mitarbeiter der Firma Jesi-Bau seien immer für Hinweise der Anlieger offen, betont Inhaber Jaroslaw Fal. „Wir haben guten Kontakt mit Erich Krebs, der wie abgesprochen während der Bauzeit weiter in der Wohnung im Obergeschoss wohnt und die ebenfalls weiter geöffnete Bücherei leitet. Herr Krebs hat uns schon wertvolle Hinweise zur alten Bausubstanz gegeben“, erklärt Fal.

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