Ermordung deutscher Geisel auf den Philippinen immer wahrscheinlicher

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel äußerte sich nach einem Treffen mit seinem österreichischen Amtskollegen Sebastian Kurz am Montag in Wien zu dem Fall des auf den Philippinen entführten deutschen Seglers, der mutmaßlich von der Extremistengruppe Abu Sayyaf enthauptet worden sein soll: "Wenn es wirklich dazu kommt, dass die Geisel wirklich so mörderisch Hingerichtet worden ist, dann sind natürlich unsere Gedanken bei all den Freunden des Seglers, die sich in den letzten Woche um ihn Sorgen gemacht haben und wie wir versucht haben, zu einer anderen Lösung beizutragen." Mittlerweile gibt es nach Ansicht des Auswärtigen Amtes kaum noch Zweifel, dass Jürgen K. nicht mehr am Leben ist. Seit November war er in den Händen der Extremisten. In diesem Wald in der philippinischen Provinz Sulu soll er getötet worden sein. Ein Sprecher der philippinischen Armee, die nach dem vermissten Deutschen gesucht hat: "Wir setzen unsere Operationen fort. Denn es gibt insgesamt 27 Geiseln, die gekidnappt worden sind. Jürgen ist nur einer von ihnen gewesen." Der Deutsche war zusammen mit seiner Frau bei einer Segeltour vor Malaysia entführt worden. Die Frau soll Berichten zufolge bereits bei der Geiselnahme getötet worden sein, als sie sich zur Wehr gesetzt habe. Jürgen K. und seine Frau waren nach Medienberichten bereits 2008 Opfer einer Entführung geworden. Damals wurden sie von somalischen Piraten verschleppt.
Mo, 27.02.2017, 17.51 Uhr

Ermordung deutscher Geisel auf den Philippinen immer wahrscheinlicher

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