Was Frauen heute wollen - Wünsche, Hoffnungen, Sorgen

Braunschweig  Franziska Rutz und Karin Oesten haben für den Empfang zum Weltfrauentag einen Film gedreht,

Filmemacherin Franziska Rutz.

Filmemacherin Franziska Rutz.

Foto: Ann Claire Richter

20 junge Frauen haben sie befragt. Wollten wissen, wofür sie sich engagieren, was sie empört, wofür sie auf die Straße gehen würden. Franziska Rutz und Karin Oesten haben für den Empfang zum Weltfrauentag (8. März, 18 Uhr, Rathaus) einen Film gedreht, der von Wünschen und Hoffnungen, Enttäuschungen und Befindlichkeiten handelt. Im Auftrag des 8.-März-Bündnisses und der städtischen Gleichstellungsbeauftragten wollten die beiden Künstlerinnen herausfinden, was junge Frauen im Hier und Heute umtreibt.

20 Stunden Material auf 20 Minuten zusammengekürzt. Herausgekommen ist ein interessantes Stimmungsbild. „Ich sehe in der Politik doch auch heute nur Gesichter von Männern“, ärgert sich etwa die Sozialpädagogin Ezgi Köksal-Oybahaz, geboren 1990. Eine andere betont, dass sie nicht gewählt werden will, weil sie eine Frau ist; eine dritte Befragte wünscht sich, dass die Wut der Frauen sich in Energie wandeln möge.

In den Interviews geht es um Machtstrukturen und die Angst, dass einem bei sexuellen Übergriffen keiner glaubt. Es geht um sexuelle und monetäre Ausbeutung und darum, dass Frauen in der Werbung heute so oft auf ihre sexuellen Reize reduziert werden. Und, das betont Franziska Rutz: „Viele der interviewten Frauen sehen besorgt einen Rechtsruck in der Gesellschaft.“

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