Uni XXL – die Uni der Rekorde

Braunschweig.   Serie „TU von A bis Z“: Heute X wie XXL. Eine Sammlung der Superlativen: Der sauberste Raum, das günstigste Mensaessen, das höchste Gebäude...

Der größte Hörsaal, das leckerste Mensaessen, das günstigste Wohnheimzimmer – die Uni XXL.

Der größte Hörsaal, das leckerste Mensaessen, das günstigste Wohnheimzimmer – die Uni XXL.

Foto: Collage: Jürgen Runo/Archivfotos: Braunschweiger Zeitung/TU

In unserem TU-Alphabet ist heute der Buchstabe X an der Reihe. X wie XXL. Entstanden ist – mit kräftiger Unterstützung der Pressestellen von TU und Studentenwerk – ein Potpourri der Superlativen mit vielen interessanten Fakten: In welchen Bereichen ist die Universität Braunschweig besonders groß, teuer, hoch, alt…

Der früheste Vogel: Die ersten, die morgens an der Uni ihre Arbeit aufnehmen, sind in der Regel die Hausmeister und Hausarbeiter. Ihr Arbeitstag beginnt um 6 Uhr mit Rundgängen durch die Gebäude. Die Universitätsbibliothek öffnet um 7 Uhr, die ersten Vorlesungen starten um 8 Uhr. Ausnahmen gibt es natürlich: Wissenschaftler arbeiten auch gerne mal die ganze Nacht durch, zum Beispiel, wenn die Versuche im Labor dies erfordern.

Das höchste Gebäude der TU ist das Okerhochhaus in der Pockelsstraße 3. Mit 68,21 Metern gehört es zu den zehn höchsten Gebäuden der Stadt. Architekt: Dieter Oesterlen, ein bekannter Vertreter der sogenannten Braunschweiger Schule. Fertiggestellt wurde das Hochhaus 1956. Für rund fünf Millionen Euro wurde die Fassade vor einigen Jahren saniert. Der Gegenpol, also das Gebäude der TU, das mit 7,5 Metern am tiefsten unter der Erde liegt, ist das Physikzentrum in der Mendelssohnstraße.

Die günstigsten Wohnheimzimmer befinden sich im Wohnheim Michaelishof in der Güldenstraße. Neun Quadratmeter kosten dort 183 Euro im Monat – inklusive aller Neben- und Betriebskosten. Das Studentenwerk betreibt in Braunschweig 13 Wohnheime mit insgesamt 2125 Wohnplätzen.

Der älteste aktive Professor an der TU ist Professor Edmund Brandt vom Institut für Rechtswissenschaften, der in diesem Jahr seinen 72. Geburtstag feiert. An der TU hat er seit 2009 den Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht sowie Verwaltungswissenschaften inne. Tätig war er im Laufe seiner Karriere für Universitäten in Berlin, Hamburg, Cottbus und Lüneburg. Bis 2008 war er Präsident der TU Clausthal.

Als jüngster Student hatte sich im Herbst 2011 Malte Klingenberg im Alter von 15 Jahren an der Uni eingeschrieben. Aufgewachsen in Edemissen im Kreis Peine, hatte der Youngster zuvor sein Abitur am auf die Förderung von Hochbegabten spezialisierten Christophorusgymnasium des CJD Braunschweig gemacht. Nach Abschluss seines Master-Physikstudiums hat er die TU im vergangenen Herbst verlassen und lebt jetzt in Berlin.

Der sauberste Raum ist der Reinraum des Instituts für Mikrotechnik. In diesem 300 Quadratmeter großen Raum dürfen pro Kubikmeter Luft maximal 29 Partikel sein, die größer als 5 Mikrometer sind. Zum Vergleich: Pollen sind 20 Mikrometer, ein Haar ist 200 Mikrometer groß.

Der größte Studiengang ist Maschinenbau mit aktuell 1494 Bachelor- und 547 Master-Studenten. Es ist zudem der Studiengang mit den meisten internationalen Studenten: 276 junge Maschinenbauer aus dem Ausland büffeln derzeit für ihren Bachelor. Der Master-Studiengang Mathematik ist mit 15 Plätzen der kleinste Studiengang.

Die größte Pflanze im Botanischen Garten der TU ist die Blutbuche im Zentrum des Gartens. Sie ist auch schon mächtig alt, nämlich 179 Jahre. Das ist deshalb so genau dokumentiert, weil die Blutbuche im Gründungsjahr des Botanischen Gartens 1840 gepflanzt wurde, erklärt Michael Kraft, Leiter des Gartens. Die kleinste Pflanze ist die Wurzellose Zwergwasserlinse. Ihre winzigen Pflanzenkörper werden lediglich 0,5 bis 1,5 Millimeter lang und haben keine Wurzelfäden. Es sind lediglich Chlorophyll-Zellen.

Die meisten internationalen Studenten kommen aus China. 901 waren es im Wintersemester 2017/18.

Die am weitesten entfernten Hochschulpartner der TU Braunschweig sind die University of Auckland und die Lincoln University in Canterbury, Australien.

Die größte Veranstaltung der TU ist mit rund 20.000 Besuchern die TU-Night. In diesem Jahr findet sie unter dem Motto „Wissen bewegt Zukunft“ am 29. Juni statt.

Das günstigste Essen in der Mensa sind Tagessuppe und -eintopf. Ein großer Pott kostet für Studenten 1,70 Euro. Am anderen Ende der Preisskala liegen die Wok- und Grill-Gerichte aus dem 360° in Mensa 1. Dort wird alles frisch vor den Augen der Gäste zubereitet. Auf dem Speiseplan stehen zum Beispiel Scampi-Spieße mit Wildrauken-Melonen-Salat oder Knusper-Ente mit fruchtigem Thai-Curry. Studenten zahlen dafür 5,10 Euro.

Und das beliebteste Essen? Unangefochtene Spitzenreiter sind Pizza und Currywurst. Im vergangenen Jahr wurden in den vier Mensen 34.250 Pizza-Rohlinge und 33.770 Currywürste verbraucht.

Die längsten Öffnungszeiten hat die Universitätsbibliothek: montags bis freitags ist sie von 7 bis 24 Uhr geöffnet, samstags von 10 bis 22 Uhr und sonntags von 10 bis 17 Uhr.

Der größte Hörsaal ist, na klar, das Audimax mit rund 700 Plätzen. Derzeit fällt der größte Hörsaal aufgrund von Sanierungsarbeiten für den Unibetrieb allerdings aus. Als Ausweichquartier dient ein Zirkuszelt hinter dem Haus der Wissenschaften: das Tentomax.

Die meisten Teilnehmer beim Unisport haben die Sportarten Fitness und Badminton mit jeweils über 700 Studenten. Insgesamt bietet das Sportprogramm der Uni mehr als 100 Sportarten an.

Der teuerste Studienplatz – ausgehend von den Clusterpreisen der Hochschulpakt-Mittel – ist ein Bachelorstudienplatz in den Ingenieurwissenschaften: 34.400 Euro kostet ein Ingenieurstudium in der Regelstudienzeit die öffentlichen Kassen. Zum Vergleich: In den Geistes-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften ist ein Studienplatz mit 13.200 Euro deutlich günstiger.

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