Polizeihubschrauber über Braunschweig: Mann ertrinkt in Ölper See

Braunschweig.  Die Polizei hatte Leuchtmunition verschossen, der See wurde von der Feuerwehr ausgeleuchtet. Rettungstaucher konnten den Mann nur tot bergen.

Feuerwehr und Polizei suchten am Freitagabend nach dem Mann. Rettungstaucher fanden ihn in sechs Meter Tiefe.

Feuerwehr und Polizei suchten am Freitagabend nach dem Mann. Rettungstaucher fanden ihn in sechs Meter Tiefe.

Foto: Jörg Koglin

Ein Mann ist am späten Freitagabend zum Baden in den Ölper See gesprungen und dort ertrunken. Rettungstaucher fanden den 38-Jährigen laut Feuerwehr in rund sechs Meter Tiefe. Der Vorfall ereignete sich am nördlichen Ufer, nahe der Straße Weizenbleek am Schwarzen Berg, im Bereich des Grillplatzes.

Um 22.41 Uhr war die Leitstelle der Feuerwehr Braunschweig von einer Passantin am Ölper See darüber informiert worden, dass dort ein Mann untergegangen sei. Daraufhin wurde umgehend der Wasserrettungszug der Berufsfeuerwehr alarmiert.

Die ersten Einsatzkräfte trafen nach sechs Minuten ein. Laut Feuerwehr hat eine Frau berichtet, dass ihr Bekannter bekleidet ins Wasser gegangen und plötzlich untergegangen sei – etwa 10 bis 15 Meter vom Ufer entfernt. Nach Einschätzung der Frau habe es den letzten Sichtkontakt etwa zwölf Minuten vor dem Notruf gegeben, also ungefähr gegen 22.30 Uhr. Zwei Passanten seien auch schon im Wasser gewesen und hätten nach dem Mann gesucht.

Polizei schießt mit Leuchtmunition am Ölper See

Die Feuerwehr ließ zwei Rettungsboote ins Wasser und suchte den geschilderten Seebereich nach dem Mann ab. Parallel wurden die Rettungstaucher der Berufsfeuerwehr Wolfsburg, ein Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera, die Ortsfeuerwehren Rühme und Veltenhof sowie die Notfallseelsorge zur Einsatzstelle alarmiert.

Die Polizei hat zu Beginn des Einsatzes Leuchtmunition verschossen, um den Mann eventuell an der Wasseroberfläche zu entdecken. Danach wurden zahlreiche Beleuchtungsgeräte der Feuerwehr aufgestellt und der See abgeleuchtet. Die Ortsfeuerwehren suchten den Uferbereich ab, während die Berufsfeuerwehr mit Unterstützung des Polizeihubschraubers auf dem Wasser suchte.

Notärztin leitet Reanimation ein

Als die Rettungstaucher der Berufsfeuerwehr Wolfsburg zur Suche ins Wasser gingen, war die Sicht im Wasser gleich Null, berichtet die Feuerwehr. „Nach rund sechs Minuten konnte ein Rettungstaucher etwa 10 bis 12 Meter vom Ufer entfernt in sechs Metern Tiefe den Mann an der geschilderten Stelle auffinden und ans Ufer ziehen“, heißt es im Bericht von Einsatzleiter Winfried Cronauge.

Die Bergung fand laut Feuerwehr gegen Mitternacht statt, also ungefähr anderthalb Stunden, nachdem der Mann den Zeugen zufolge untergegangen war. „Am Ufer leitete die Notärztin sofort die Reanimation ein. Nach einiger Zeit konnte leider nur noch der Tod festgestellt werden“, so die Einsatzkräfte.

Die Passanten am Ufer wurden von der Notfallseelsorge betreut. Im Einsatz waren 43 Einsatzkräfte der Feuerwehr Braunschweig und des Rettungsdienstes sowie die Rettungstaucher der Berufsfeuerwehr Wolfsburg. Die Kripo ermittelt nun, wie es zu dem tragischen Vorfall kommen konnte.

Der Artikel wurde aktualisiert.

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