Zum Geburtstag: „Platz der 67er“ soll an Meister erinnern

Braunschweig.  Der Bezirksrat Nord schlägt vor: Der Platz vor dem Eintracht-Stadion könnte die Deutschen Meister von 1967 ehren.

Der Platz vor dem Stadion könnte zu Ehren der Meister von 1967 bald „Platz der 67er“ heißen.

Der Platz vor dem Stadion könnte zu Ehren der Meister von 1967 bald „Platz der 67er“ heißen.

Foto: Norbert Jonscher

In Gelsenkirchen, auf Schalke-Nord, haben sie neben der altehrwürdigen Glückauf-Kampfbahn seit Jahren einen Ernst-Kuzorra-Platz. In Kaiserslautern, am Betzenberg, gibt es eine Fritz-Walter-Straße. Und in Berlin haben sie 2006 den Vorplatz des Bahnhofs Gesundbrunnen nach Hanne-Sobek-Platz benannt. Selbst in Mönchengladbach gibt es eine Fohlenallee.

Bezirksrat bringt Ball ins Spiel

Und Braunschweig? Feiert der deutsche Fußball-Meister von 1967 am 15. Dezember, in drei Wochen also, seinen 125. Geburtstag. Und anlässlich des Jubiläums hat jetzt der Stadtbezirksrat Nordstadt nun einen Ball ins Spiel geworfen – und angeregt, den Vorplatz vor dem Eintracht-Stadion, den Platz zwischen Kassenhäuschen und „Wahre Liebe“, nach den Meistern von 1967 zu benennen, ihn beispielsweise in „Platz der 67er“ zu taufen. Bislang hat der Platz keinen Namen.

„Es ist bisher aber nur eine Idee“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Jens Dietrich. Die im Bezirksrat aber sogleich eine breite Mehrheit fand. Die Stadtverwaltung, so der Beschluss, möge prüfen, ob der Vorplatz vor dem Eintracht-Stadion einen eigenständigen Namen, z. B. „Platz der 67er“, erhalten kann. „Dabei ist natürlich zu prüfen, ob Anlieger von einer Benennung betroffen wären und ob die Benennung ohne Adressänderung bei Anliegern möglich wäre.“

Wie soll der Platz heißen?

In der Diskussion habe es auch die Idee gegeben, den Platz nach Meister-Trainer Helmuth Johannsen zu benennen. Davon, von einer „Heldenverehrung“, halte er, Dietrich, aber nicht viel. Johannsen sei damals auch nur eine Person von vielen Beteiligten gewesen, die mit zum Titelgewinn beigetragen hätten. Selbst die Spielerfrauen hätten ihren Anteil am Titel.

In der Saison 1966/67 sei das Team von Eintracht Braunschweig trotz geringer finanzieller Mittel und mit einer Stammformation von zwölf Spielern sensationell Meister geworden. Auch noch mehr als 50 Jahre danach werde die Mannschaft hierfür verehrt und die Meisterschaft während der Spiele besungen. Aufgrund dieser Geschichte sei es naheliegend, dem Platz einen Namen zu geben, der an diesen größten Erfolg des Vereins und deren Macher erinnert.

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