Fahrrad-Parken in Braunschweig

Fahrrad-Parken am Hauptbahnhof Braunschweig verzögert sich

| Lesedauer: 2 Minuten
Neben dem Südeingang des Hauptbahnhofs soll die neue Fahrrad-Abstellanlage gebaut werden. Wegen der Bauarbeiten ist der Platz noch belegt.

Neben dem Südeingang des Hauptbahnhofs soll die neue Fahrrad-Abstellanlage gebaut werden. Wegen der Bauarbeiten ist der Platz noch belegt.

Foto: Stefan Lohmann / regios24

Braunschweig.  Die Bauarbeiten dauern länger als geplant. Die Abstellanlage für 300 Fahrräder am Südeingang wird daher erst später fertig. Aber wann?

Nirgends in Braunschweig sind Fahrrad-Parkplätze so rar wie am Hauptbahnhof. Am Südeingang sollte eine moderne Abstellanlage für 300 Räder gebaut werden, um das Abstell-Chaos zu verringern. Doch was wird noch dauern.

Die Stadtverwaltung hat längst untersucht, wie groß der Mangel ist. Rund 1000 Fahrrad-Abstellplätze fehlen. Am Südeingang sollte darum gemeinsam mit der Deutschen Bahn eine große Abstell-Anlage gebaut werden. Leser beklagen: Es geht nicht voran.

16 Auto-Parkplätze verschwinden

Dabei sollte ein Schmuckstück entstehen. Von den 300 Abstellplätzen sollten sich 200 in sogenannten Sammel-Schließanlagen befinden. Im Gegenzug sollten 16 Auto-Parkplätze verschwinden. Der Plan aus Juli 2020 sah vor: Um den Hauptbahnhof für mehr Zugreisende zu ertüchtigen, wird für neun Millionen Euro umgebaut. Der Südeingang sollte ertüchtigt werden. Dorthin sollten auch die Abstellplätze.

Der Zeitplan damals: Umbau-Ende bis Frühjahr 2021. Fertigstellung der Abstellanlage im Sommer 2021. Daraus ist bekanntlich nichts geworden. Ein Bündel von Arbeiten wartet noch auf die Bahn. Auf Anfrage hieß es seitens der Pressestelle: Die Arbeiten dort auf der westlichen Seite sollen bis Ende September beendet sein. Im Anschluss werde die andere Seite gesperrt. Beginn und Ende Sanierung der Personenunterführung sei von Oktober 2022 bis Ende Mai 2023 vorgesehen.

Fördergelder müssen noch beantragt werden

Die Bahnsteige seien allerdings weitestgehend fertiggestellt. Folgende Arbeiten müssten noch umgesetzt werden: Errichtung eines neuen Pavillons auf den Bahnsteigen 5/6 sowie 7/8. Renovierung der Personenunterführung. Modernisierung der Treppenaufgänge 1 bis 8. Vergrößerung des Südzugangs auf volle Tunnelbreite. Umsetzung eines speziell entwickelten Lichtkonzepts (Lichtkunst) in der Unterführung.

Sind die Arbeiten beendet, kann mit den Vorbereitungen für den Bau der Fahrradstellplätze begonnen werden. Die Beantragung von Fördermitteln, die vom Bundesumweltministerium bereitgestellt werden, ist im Laufe des Jahres 2022 vorgesehen. Die Verwaltung stehe diesbezüglich, so hieß es nun in einer Mitteilung, im regelmäßigen Austausch mit dem Fördermittelgeber und der Deutschen Bahn.

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