Volkszählung

Zensus 2022 – Neue Volkszählung beginnt in Braunschweig

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Auch 2022 steht nach 1987 und 2011 wieder eine Volkszählung an.

Auch 2022 steht nach 1987 und 2011 wieder eine Volkszählung an.

Foto: Arno Burgi / dpa

Braunschweig.  In Braunschweig werden vom 16. Mai bis 14. August 16.500 Menschen per Zufallsstichprobe ausgewählte Einwohner befragt. Sie müssen Auskunft geben.

Jetzt wird mit dem Zensus 2022 nach elf Jahren erneut ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland – und somit auch in Braunschweig – leben, wie sie wohnen und arbeiten. Stichtag der Erhebung, das heißt, der Zeitpunkt, auf den sich alle erhobenen Daten beziehen, ist Sonntag, 15. Mai.

Auch wenn nach einer Mitteilung der Stadt Braunschweig ein Großteil des Zensus „unter Nutzung von Verwaltungsregistern erfolgt“, werden in Braunschweig vom 16. Mai bis 14. August knapp 7 Prozent per Zufallsstichprobe ausgewählte Einwohnerinnen und Einwohner (insgesamt rund 16.500 Auskunftspflichtige) in Haushalten an rund 2800 Anschriften persönlich befragt.

Der Zensus ist Teil einer gemäß EU-Verordnung alle zehn Jahre in Europa durchzuführenden Befragung

Diese statistischen Daten werden auch von knapp 7000 Personen in etwa 190 Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften erhoben. Für die Befragten besteht eine gesetzliche Auskunftspflicht, wie es heißt.

Der Zensus ist Teil einer gemäß EU-Verordnung alle zehn Jahre in Europa durchzuführenden Befragung. Die erhobenen Daten dienen unter anderem als Grundlage zur Einteilung von Wahlkreisen, aber auch zur Berechnung des Länder- und des kommunalen Finanzausgleichs.

Im Auftrag der Zensus-Erhebungsstelle der Stadt Braunschweig sind für die Datenerhebung im gesamten Stadtgebiet mehr als 200 geschulte Erhebungsbeauftragte im Einsatz. Diese werfen in den nächsten Tagen, wie die Stadt mitteilt, Terminankündigungen für die persönlichen Interviews in die Briefkästen der Stichprobenhaushalte.

Falls erwünscht sind die Erhebungsbeauftragten auch beim Ausfüllen des Papierfragebogens behilflich

Ab dem 16. Mai werden dann die persönlichen Gespräche geführt und in kurzen Interviews einige Kernmerkmale (zum Beispiel Name, Geschlecht, Familienstand und Staatsangehörigkeit) aller Mitglieder des Haushalts erhoben.

Außerdem werden weitere Unterlagen übergeben – ein Zugangscode für die Online-Auskunft weiterer Daten oder ein Fragebogen für die schriftliche Auskunft. Falls erwünscht sind die Erhebungsbeauftragten auch beim Ausfüllen des Papierfragebogens behilflich.

„Wie bei der Volkszählung 1987 und dem Zensus 2011 hat der Datenschutz auch beim diesjährigen Zensus höchste Priorität“, heißt es bei der Stadt. Und weiter: „Alle Mitarbeitenden der Erhebungsstelle und alle Erhebungsbeauftragten unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht und sind bei der Verarbeitung der erhobenen Daten an die Vorgaben der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung gebunden.“

Unabhängig von den Besuchen durch Erhebungsbeauftragte bekommen alle Haus- und Wohnungseigentümer in Braunschweig in den nächsten Tagen Post vom Landesamt für Statistik Niedersachsen. In dem Schreiben stehen die Zugangsdaten für den primär online auszufüllenden Fragebogen der Gebäude- und Wohnungszählung. Anders als in 2011 werden hier erstmals auch Daten zu der Nettokaltmiete, zu Leerständen sowie zu den Energieträgern und Heizungen abgefragt.

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