Landfrauen freuen sich für die Gemeinsam-Preis-Gewinner

Meine.   Ihre selbst genähten Herzkissen für Brustkrebs-Patientinnen waren beim Leservoting eines von 24 Projekten aus der Region.

Die Landfrauen Meine-Papenteich nähen Herzkissen für Brustkrebs-Patientinnen im Helios Klinikum Gifhorn. Dafür waren sie für den Gemeinsam-Preis nominiert, dessen Gala am Dienstag im Braunschweiger Dom stattfand.

Die Landfrauen Meine-Papenteich nähen Herzkissen für Brustkrebs-Patientinnen im Helios Klinikum Gifhorn. Dafür waren sie für den Gemeinsam-Preis nominiert, dessen Gala am Dienstag im Braunschweiger Dom stattfand.

Foto: Daniela König

24 Projekte aus Gifhorn, Braunschweig, Wolfsburg, Wolfenbüttel, Salzgitter, Helmstedt und Peine wurden für den Gemeinsam-Preis unserer Zeitung und des Braunschweiger Doms vorgestellt. 24 Projekte, die unterschiedlicher nicht sein konnten.

Auf die beiden Erstplatzierten Inge Glasenick aus Wolfsburg und Niclas Lampe aus dem Landkreis Peine folgte die Braunschweigerin Katharina Mählmann . Die Drittplatzierte setzte sich in Ghana für die Errichtung einer Schule aus Stein samt sanitärer Anlagen, Brunnen und einem Kindergarten ein. Vater Karl-Heinz Mählmann aus Ahnsen ist mächtig stolz auf seine Tochter, die am Dienstag bei der Preisverleihung im Braunschweiger Dom geehrt wurde. „Ich freue mich wahnsinnig für sie. Das ganze Thema hat ja eine Dynamik angenommen, die wirklich irre ist.“

Dankbar und beseelt zeigte sich auch Sandra Stelter, die neue Vorsitzende der Landfrauen Meine-Papenteich. Auch sie waren für den Gemeinsam-Preis nominiert und gehörten zu den rund 700 geladenen Gästen. Die Landfrauen nähen „Herzkissen“ für Brustkrebs-Patientinnen im Helios-Klinikum Gifhorn. Die ergonomische Form der Kissen trägt dazu bei, den Lymph-Fluss nach einer OP zu unterstützen. Die Kissen können unter die Achsel geschoben werden, wodurch Druck von der frischen Operationsstelle genommen wird.

In all den acht Jahren, die die Landfrauen auf Initiative der ehemaligen Vorsitzenden Henrike Wehmann schon nähen, sind bislang fast 900 Kissen zusammengekommen.

Dass die Landfrauen nach dem Leservoting keinen Preis mit nach Hause genommen haben, nimmt Stelter entspannt. Sie freut sich vielmehr für die Preisträger. „Das sind alles enorm tolle Projekte. Verdient hätte es jeder. Aber die, die es jetzt geworden sind, haben es mehr als verdient.“ Sie bewundere, was auch schon die jungen Leute für die Gesellschaft leisteten. „Angesichts der anderen Kandidaten, die das, was sie tut, das ganze Jahre über machen, war mir schon klar, dass wir nicht auf den vorderen Plätzen landen werden“, meinte Stelter. Sie sei glücklich, dass ihr Projekt ausgewählt und bekannt gemacht wurde. „Die Nominierung allein ist für mich so etwas wie die Nominierung für den Oscar! Ich bin überhaupt nicht enttäuscht, wir freuen uns für die anderen. Ich denke, dass das die eine oder andere Landfrau noch mehr motivieren könnte, ein Herzkissen mit zu nähen“, so die Vorsitzende, die die nächste Ration Kissen im November übergeben will.

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