200 Traktoren aus der Region starten in Gifhorn Protestfahrt

Gifhorn.  Mehr als 250 Landwirte in rund 200 Traktoren haben sich am Freitagmorgen von Gifhorn aus auf den Weg gemacht zur Protestkundgebung in Hannover.

Mehr als 250 Landwirte in rund 200 Traktoren haben sich am Freitagmorgen von Gifhorn aus auf den Weg gemacht zur Protestkundgebung in Hannover.

Mehr als 250 Landwirte in rund 200 Traktoren haben sich am Freitagmorgen von Gifhorn aus auf den Weg gemacht zur Protestkundgebung in Hannover.

Foto: Reiner Silberstein

Mehr als 250 Landwirte in rund 200 Traktoren haben sich am Freitagmorgen von Gifhorn aus auf den Weg gemacht zur Protestkundgebung in Hannover. Der Anlass ist der Gleiche wie bei den ersten Sternfahrten seit dem vergangenen Oktober: Widerspruch gegen das Agrarpaket der Bundesregierung inklusive neuer Düngeverordnung und gegen das Mercosur-Handelsabkommen mit Südamerika.

Ein Großteil der Schlepper traf sich nach Aufruf der Bewegung Land schafft Verbindung wie bei den letzten Malen auf dem Parkplatz vor dem Gifhorner Mühlenmuseum. Diesmal war der aber nicht nur Sammelplatz für die Landwirte aus dem ganzen Landkreis Gifhorn, sondern auch für die Kollegen aus Wolfsburg sowie aus den angrenzenden Kommunen des Kreises Helmstedt und aus dem nördlichen Gebiet der Stadt Braunschweig. Mit lautem Gehupe setzte sich der „Konvoi Nummer 8“ gegen 7.30 Uhr mit Polizei-Begleitung in Bewegung. Der übrige Straßenverkehr musste jeweils rund zehn Minuten warten, wenn der Tross eine Kreuzung passierte.

„Wir fahren Tempo 30 über die B 188 Richtung Burgdorf“, sagte Mitorganisator Marcel Kröger aus Müden. In Ahnsen stießen 25 Fahrzeuge hinzu, ansonsten rollte der Verband dann geschlossen ohne Zwischenstopp weiter über die B 188, B 443 und B 65 sowie entlang des Maschsee-Ostufers bis zum Schützenplatz in Hannover. „Teilweise haben wir die Kreuzungen in Absprache mit der Polizei mit Schleppern gesperrt“, so Kröger – nur so habe der Konvoi zusammengehalten werden können. Für 12 Uhr war die Kundgebung auf dem Trammplatz vor dem Rathaus angesetzt, bei der Tausende Landwirte aus ganz Niedersachsen erwartet wurden.

Die Stimmung unter den Landwirten aus Gifhorn und Umgebung ist weiter angespannt: „Die politischen Entscheidungen werden immer weiter verschoben“, klagte Kröger. Viel Bewegung sei bei der Politik derzeit nicht in Sicht, außer vielleicht in Sachen der „bescheidenen Nitratmessstellen“. „Für die Landwirte aus dem Kreis Gifhorn ist die Verschärfung der Düngeverordnung schon das dringlichste Problem“, sagte Pressesprecher Florian Dralle aus Wentorf. Er selbst sei von einem der roten Gebiete auf der Karte der Nitratmesswerte betroffen und verstehe es nicht: „Der gemessene Brunnen liegt im Wald, das macht keinen Sinn.“ Denn erwiesenermaßen trügen auch Kiefern nicht unerheblich zum Nitrataustrag bei.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder