Geldregen lindert Gifhorns Corona-Dürre

Gifhorn.  Das Gewerbesteuerplus stammt aus Nachzahlungen, die aufgebesserte Umsatzsteuer aus Krediten von Land und Bund.

Mehr Steuergeld als zuletzt wegen Corona erwartet konnte Gifhorns Rathaus im Oktober einnehmen.

Mehr Steuergeld als zuletzt wegen Corona erwartet konnte Gifhorns Rathaus im Oktober einnehmen.

Foto: Christian Franz

Das Aufatmen war am Montag im Rathaus förmlich hörbar. Nach letzten Zahlen und vor allem letzten Einzahlungen könnte die Stadt im Corona-Jahr 2020 finanziell noch einmal mit zwei blauen Augen davonkommen. Wie Kämmerer Rainer Trotzek im Finanzausschuss berichtete, gleichen ungeplante Mehreinnahmen das 1,6 Millionen Euro mächtige Defizit des ohnehin abgespeckten Nachtragshaushalts vom Oktober so gut wie aus.

Kaum hatte der Rat den 85,5 Millionen Euro schweren Corona-Etat im Oktober verabschiedet, sprudelte Geld aus den drei Haupteinnahmequellen der Stadt: Bei der Gewerbesteuer wird dank 500.000 Euro Nachzahlungen aus den fetten Jahren seit 2016 das niedrig gesteckte Ziel von 15,5 Millionen Euro sicher erreicht. Einnahmen aus dem Schutzschirm des Bundes sollen den Abstand zu den ursprünglich erhofften 18,5 Millionen Euro überbrücken.

Der Umsatzsteueranteil fällt so hoch aus wie vor Corona geplant.

Beim kommunalen Einkommensteueranteil prognostiziert der Kämmerer jetzt 700.000 Euro mehr als im Nachtrag eingeplant. Insgesamt erhielte die Stadt dann 20,7 Millionen Euro – das wären im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit noch zwei Millionen Euro weniger.

Den städtischen Anteil an der Umsatzsteuer schraubte Trotzek um weitere 500.000 Euro auf nunmehr 4,5 Millionen Euro hoch. Die Mehreinnahme ist Geld aus einem Schutzschirm von Land und Bund, stammt also aus Corona-Kreditmilliarden, verhilft der Stadt an dieser Stelle aber zu Einnahmen, wie sie zu guten Zeiten eingeplant waren. Trotzek zeigte sich geradezu erleichtert : „Wir sind auf einem guten Weg. Einen solch guten November konnten wir nicht erwarten.“

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