Polizei setzt verstärkte Überwachung an Unfallschwerpunkten fort

Gifhorn.  Die Abzweigung an der B188 nach Westerbeck steht wegen der Unfallhäufigkeit im Fokus der Gifhorner Polizei.

An der Abzweigung der B188 nach Westerbeck beziehungsweise Brome sollen zunächst die Fahrbahnmarkierungen erneuert werden, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. 

An der Abzweigung der B188 nach Westerbeck beziehungsweise Brome sollen zunächst die Fahrbahnmarkierungen erneuert werden, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. 

Foto: Dirk Kühn

Gibt es nach der Krümme-Kreuzung den nächsten Kreisverkehr auf der B4 gut zehn Kilometer nördlich? Nach Informationen von Winfried Enderle, Verkehrssicherheitsexperte bei der Polizeiinspektion Gifhorn, ist das an der Ummerschen Kreuzung geplant. Das Planfeststellungsverfahren soll 2021 eingeleitet werden, Baubeginn könnte 2023 sein. Enderle informierte vor kurzem die Mitglieder des Ausschusses für Verkehr, ÖPNV und Straßenbau über aktuelle Verkehrsunfallschwerpunkte im Landkreis Gifhorn.

Kreisverkehr an der Krümme-Kreuzung rückt näher

Die Ummersche Kreuzung und vor allem die Krümme-Kreuzung gehören seit Jahren dazu. Geschwindigkeitsgebote, Verkehrsüberwachung mittels Blitzer und verstärkt auch von der Polizei brachten nicht die gewünschte Verbesserung. An der Abzweigung nach Wesendorf gab es allein im vergangenen Jahr neun Unfälle mit Verletzten. Ein Mensch kam bei einem Unfall ums Leben. Für die Krümme-Kreuzung hat die Landesbehörde für Straßenbau inzwischen die Planfestellung eingeleitet, frühestens 2021 könnte mit dem Bau begonnen werden.

Drei neue Unfallschwerpunkte verzeichnete die Polizei in den vergangenen Monaten. Dazu gehört die Teichgut-Kreuzung zwischen Wahrenholz und Groß Oesingen beziehungsweise Wesendorf und Knesebeck. Dort soll nach einem Vorschlag der Polizei ein Sichtschutzzaun aufgestellt werden, um die Autofahrer zum Anhalten zu zwingen. Dies hatte der Ausschuss bereits Anfang Oktober empfohlen.

Ebenfalls in den Fokus der Verkehrsexperten der Polizei ist auf der B188 die Abzweigung nach Westerbeck gerückt. Auch dort gab es in den vergangenen Monaten mehrere Unfälle. Die Polizei schlägt vor, die Fahrbahnmarkierung zu erneuern und kündigt eine verstärkte Verkehrsüberwachung an. Im Fokus hat sie dabei auch die Landesstraße zwischen Ettenbüttel und Gerstenbüttel. Auch dort verzeichnete die Polizei eine Häufung von Unfällen.

Keine Unfälle mehr nach Umbau der Dragen-Kreuzung

Entspannt hat sich die Situation an der Dragen-Kreuzung. Wie Enderle erläuterte, habe es dort nach dem Umbau der Kreuzung keinen Unfall mehr gegeben. War ein Kreisverkehr auch schon Thema für die Kreuzung B188/Westerbeck, brachte Enderle eine solche Verkehrsführung auch an der Kreuzung der Straßen Rehen-Schwülper und Lagesbüttel-Adenbüttel in Spiel. Langfristig könnte das eine Lösung sein. Fortsetzen werde die Polizei die verstärkte Verkehrsüberwachung, insbesondere an den Unfallschwerpunkten, so Enderle.

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