Helios-Klinikum Gifhorn

Helios-Klinikum Gifhorn: Tarifgespräche enden ohne Ergebnis

Lesedauer: 2 Minuten
Eine Krankenschwester prüft ein Beatmungsgerät. (Symbolfoto)

Eine Krankenschwester prüft ein Beatmungsgerät. (Symbolfoto)

Foto: Jens Büttner / dpa

Gifhorn.  Es geht um die Kliniken an den Standorten Gifhorn und Wittingen. Die Tarifverhandlungen sollen 2022 wieder aufgenommen werden.

Nachdem die Beschäftigten der Helios-Niedersachsen-Kliniken zuletzt mit Aktionen vor den Kliniken am 19. und 20. Mai klargestellt hatten, dass sie vom größten deutschen Klinikbetreiber eine Corona-Prämie ohne Vorbedingungen und ohne Verrechnung mit jetzt festgelegten minimalsten Lohnerhöhungen im nächsten Jahr fordern, fanden dazu am Freitag Tarifverhandlungen zwischen Helios und der Gewerkschaft Verdi statt. Das teilt der Verdi-Bezirk Südost-Niedersachsen mit. Konkret geht es um die Kliniken an den Standorten Cuxhaven, Herzberg/Osterode, Gifhorn, Hildesheim, Nienburg/Stolzenau, Salzgitter, Uelzen und Wittingen.

Sonderzahlung von 400 Euro nur gegen Verzicht auf Tarifverhandlungen für 2022

Die Verhandlungen seien schnell beendet gewesen, so die Gewerkschaft: Helios sei bei seiner Haltung geblieben, eine Corona-Sonderzahlung aus eigener Tasche in Höhe von maximal 400 Euro nur gegen Verzicht auf Tarifverhandlungen für 2022 zahlen zu wollen und habe dies mit dem Verweis auf den Bedarf nach „Planungssicherheit“ für 2022 begründet.

Das Gifhorner Helios-Klinikum teilt dazu mit: „Helios hatte bereits im März 2021 die Initiative ergriffen, um eine Corona-Sonderzahlung in Höhe von 400 Euro für die Beschäftigten des nichtärztlichen Dienstes (75 Euro für Auszubildende) 2021 in Verbindung mit einer Tarifvereinbarung zu den Entgelten für 2022 auf den Weg zu bringen. Diese Sonderzahlung wäre ergänzend zu der staatlichen Prämie gezahlt worden, mit der viele Kliniken bedacht worden sind und über deren Verteilung derzeit mit den Betriebsräten verhandelt wird.“

Verdi lehnt einen vorzeitigen Tarifabschluss für das Kalenderjahr 2022 ab

Die wesentlichen Eckpunkte dieses Vorschlags würden einer Einigung entsprechen, die Helios mit Verdi zuvor bereits für die Kliniken im Geltungsbereich des Helios-Konzerntarifvertrages gefunden habe. Für die genannten Kliniken, für die Haustarifverträge gelten, habe Verdi einen entsprechenden vorzeitigen Tarifabschluss für das Kalenderjahr 2022 abgelehnt. „Wir bedauern, dass es dadurch nun keine tarifliche Corona-Sonderzahlung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben wird. Die Verhandlungen zum Entgelt werden nach Auslaufen der Tarifverträge 2022 geführt werden“, heißt es seitens des Helios-Klinikums.

Die Verdi-Verhandlungsführer Ralf Krüger und Julia Niekamp sagen: „Die Mutter des Helios-Konzerns, der Fresenius-Konzern, hat für 2020 gerade erst ein Konzernergebnis von 1,8 Milliarden Euro eingefahren. Die Klinikbeschäftigten leisten ständig gute Arbeit über eigene Belastungsgrenzen hinweg und verdienen auch jedes Jahr ordentliche Lohnzuwächse. Genau deswegen brauchen wir wieder richtige Tarifverhandlungen 2022 und nicht jetzt Vorfestlegungen auf irgendwelche ,Peanuts‘.“

Fragen zum Artikel? Mailen Sie uns: redaktion.online-bzv@funkemedien.de

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder