Kreisrat: Meiner Gemeindezentrum muss abgerissen werden

Meine.  Thomas Walter begründet, warum der Kreis in absehbarer Zeit einen Schlussstrich ziehen will.

Das Gemeindezentrum in Meine.

Das Gemeindezentrum in Meine.

Foto: Reiner Silberstein / BZV

In einem Leserbrief zum vom Landkreis geplanten Abriss des alten Gemeindezentrums in Meine stellte Eva Leis, die Vorsitzende der Flüchtlingshilfe Papenteich, die Frage: „Warum ist plötzlich diese Eile geboten, das Gebäude abzureißen? Eine grüne Wiese neben der Sporthalle hilft niemandem, die alten Räumlichkeiten – auch im jetzigen Zustand – hingegen schon!“ Mit dieser Frage konfrontierte die Redaktion noch einmal den Ersten Kreisrat Thomas Walter.

Er antwortete damit, „dass mit dem weiteren Betrieb des Gebäudes Verkehrssicherungspflichten und Unterhaltungs- sowie Bewirtschaftungskosten einhergehen“. Vor dem Hintergrund des sehr schlechten baulichen Zustandes und einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise müsse der Schritt des Abrisses „irgendwann gegangen werden“. „Der Flüchtlingshilfe sind durch zahlreiche Gespräche mit dem Landkreis und der Teilnahme am letzten Abstimmungsgespräch mit der Samtgemeinde Papenteich diese Hintergründe alle bekannt.“

Dabei wolle Walter nicht von Eile sprechen. Denn: „Die Nutzung des Gebäudes in der ursprünglichen Form wurde bereits vor Jahren aufgegeben. Der Landkreis hat der Flüchtlingshilfe der Samtgemeinde Papenteich bereits über einen langen Zeitraum eine Nutzung weiterhin ermöglicht.“

Nun sei eine weitergehende Verwendung bis in das Jahr 2020 sichergestellt, um den Verein nicht vor unlösbare Probleme zu stellen. Die Stabsstelle Integration führe seit 2018 Gespräche mit der Flüchtlingshilfe zur weiteren räumlichen Unterbringung, so Walter. Er habe dazu auch mit Vertretern der Flüchtlingshilfe gesprochen und Unterstützung bei der Suche nach anderen Räumlichkeiten angeboten. Aktuell stehe die Stabsstelle wieder im Austausch mit der Flüchtlingshilfe, um Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Walter: „Diese müssen dann aber auch angenommen werden.“

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