Streicherklänge im roten Salon auf Gut Martinsbüttel

Martinsbüttel.   Josef Ziga & Friends geben im Rahmen von Unser Aller Festival ein feines Konzert mit Werken von Bach,Tchaikovsky und Verdi.

Der Violon-Solist Josef Ziga (von links) gab mit  Karin Allgeier (Violine), Jenny-Karen Salomon (Viola) und Christian Bussmann (Cello) ein Wohnzimmer-Konzert.

Der Violon-Solist Josef Ziga (von links) gab mit  Karin Allgeier (Violine), Jenny-Karen Salomon (Viola) und Christian Bussmann (Cello) ein Wohnzimmer-Konzert.

Foto: Daniela Burucker / BZV

Im Gutshaus der Familie von Lucke ging “Unser Aller Festival“ am Dienstagabend mit dem Gastspiel von Josef Ziga & Friends in die nächste Runde. Beim Wohnzimmer-Konzert im Herrenhaus ließ sich der gefragte Violin-Solist und Kammermusiker von drei befreundeten Streichern begleiten.

Statt auf großer Bühne vor 1400 Zuhörern, wie beim Heavy-Metall-Konzert von Doro im Gifhorner Schlosshof, spielte das Quartett vor 90 Zuhörern im „Roten Salon“ in ganz anderem, sehr stilvollen Ambiente. Das für das Konzert ausgeräumte Wohnzimmer, mit seinen Familienporträts an den Wänden und dem Kristallleuchter unter der Decke, hatte seinen ganz eigenen Charme. Durch die weit geöffneten Fensterflügel zog frische Abendluft durch den Salon, in dem das Publikum mit einem Glas Wein oder Bier in der Hand dem Spiel der Musiker lauschte.

In dieser familiären Stimmung, servierte der „erste Geiger“ am Braunschweiger Staatstheater vor ausverkauftem Haus Klassik. Bevor er sich an der Seite von Karin Allgeier (Violine), Jenny-Karen Salomon (Viola) und Christian Bussmann (Cello) dem angekündigten Konzertprogramm widmete, setzte Ziga sich als Solist in Szene.

Beim gefühlvollen Spiel von Johann Sebastian Bachs Chaconne, stellte er die ersten 20 Minuten eindrucksvoll unter Beweis, welche Klangvielfalt man nur vier Saiten entlocken kann. Das Publikum war auch inhaltlich nahe dran, weil Ziga zu jedem Stück eine kleine Einführung gab. Darin berichtete er auf charmante, unkomplizierte Art, vom Leben der Komponisten, aber auch vom Anspruch und Schwierigkeitsgrad der Komposition.

Im Quartett brachten die Streicher in harmonischem Zusammenspiel zuerst das String Quartet No 1 des russischen Komponisten Piotr Ilitch Tchaikovsky auf die Bühne. Der rote Faden der romantischen Klänge setzte sich mit dem an der Wiener Klassik orientierten String Quartet in E Minor fort. Auch das einzige Streichquartett, das der italienische Komponist Guiseppe Verdi jemals schuf, kam beim andächtig lauschenden Publikum bestens an.

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