Die Politik steht geschlossen hinter den Heidkamp-Plänen

Wasbüttel.   Der Bauausschuss Wasbüttel sprach sich für die Auslegung des Bebauungsplanes aus.

Die Erschließung der Heidkamp-Fläche in Wasbüttel ruht.

Die Erschließung der Heidkamp-Fläche in Wasbüttel ruht.

Foto: Daniela Burucker / BZV

Ein Sprichwort lautet: Aller guten Dinge sind drei. Ob das für das Baugebiet “Am Heidkamp“ zutrifft, für das nunmehr die dritte B-Plan-Version vorliegt, bleibt abzuwarten. Bei der Sitzung des Bauausschusses, der einstimmig die öffentliche Auslegung auf den Weg brachte, deutete sich an, dass das Gezerre um das Gebiet wohl weitergehen wird.

Was bisher geschah: Seit Beginn der Planungen im Herbst 2015 lehnen sich einige Anlieger des Immenwegs gegen die Pläne auf und zogen vor Gericht. Zuletzt hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg vor einem Jahr den Vollzug des Bebauungsplans außer Vollzug gesetzt und die bereits gestartete Erschließung gestoppt. Das Gericht hatte die Abstände zwischen Bebauung und Wald als zu gering eingestuft.

Daraufhin hat die Gemeinde den Bebauungsplan überarbeiten lassen. Was jetzt zur neuerlichen öffentlichen Auslegung vorliegt, berücksichtigt den geforderten Abstand zum Wald von 25 Metern. Um die Fläche wirtschaftlich erschließen zu können, ist das rund um die Waldparzelle, die wie eine Zunge in das Gebiet hereinragt, nicht möglich. Aus diesem Grund wird das Wäldchen zur Grünfläche umgewidmet. Zudem wird die Lage des Regenrückhaltebeckens verändert, wodurch bis zu vier von 43 Parzellen wegfallen.

Auch bei den örtlichen Bauvorschriften hat die Gemeinde ökologisch streng nachjustiert. Demnach werden „Schottergärten“ als versiegelte Flächen gewertet und sind Kunststoffzäune nicht statthaft.

Die Gegenwehr der zahlreichen Zuhörer ließ nicht lange auf sich warten. Im Zentrum der Kritik ist weiterhin die Baustraße über den Immenweg. „Warum müssen 20 Familien darunter leiden, wenn es auch eine andere Lösung gibt?“ fragte ein Zuhörer. Samtgemeinde-Bauamtsleiter André Schulz hielt dagegen: „Eine andere Zuwegung ist schwer umsetzbar und würde das Problem nur auf den Ahornring verlagern.“ So argumentierten auch Bürgermeister Hartmut Jonas und Ausschussvorsitzender Ernst Lütje: „Wir haben versucht, eine ausgewogene Lösung zu finden.“ Schulz empfahl den Beschwerdeführern, ihre Bedenken im Auslegungsverfahren vorzubringen, das nach dem Ratsbeschluss starten wird.

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