Meine mobilisiert sich für Typisierung zugunsten von Laura

Meine.  Nur noch eineinhalb Wochen, dann startet die Typisierungsaktion zugunsten der 15 Monate alten Laura H. aus Meine.

Marcel Calberlah (von links), Almut Bruchmann, Nils Bruchmann, Birgit Heise,  Birgit Albert, Volker Elbers und Eva Bruchmann planen die nächsten Aktionen rund um die Typisierung in Meine am 20.10.

Marcel Calberlah (von links), Almut Bruchmann, Nils Bruchmann, Birgit Heise,  Birgit Albert, Volker Elbers und Eva Bruchmann planen die nächsten Aktionen rund um die Typisierung in Meine am 20.10.

Foto: Reiner Silberstein

Nur noch eineinhalb Wochen, dann startet die Typisierungsaktion zugunsten der 15 Monate alten Laura H. aus Meine, die wegen einer seltenen Stoffwechselerkrankung dringend einen Stammzellenspender braucht (wir berichteten exklusiv). Die Zeit bis dahin ist knapp und die Vorbereitungen laufen in großen Schritten auf Hochtouren – mit bereits vorzeigbaren Ergebnissen.

Laura wird derzeit in einer Hamburger Klinik behandelt

Mit Laura sei es derzeit „ein Auf und Ab“, berichtet Eva Bruchmann, die Tante. Das Mädchen befinde sich zurzeit im Krankenhaus in Hamburg. Ein Port, über den Medikamente verabreicht werden, habe sich entzündet und musste erst einmal wieder entfernt werden. Das habe das Kind etwas mitgenommen. „Sie entwickelt sich dennoch prächtig, ist am Lachen und macht alle glücklich.“ Die Stoffwechselerkrankung Mukopolysaccharidose Typ 1 (MPS) ist erst kürzlich festgestellt worden. Das Enzym, das Lauras Körper ohne Spende nicht selbst herstellen kann, muss sie zunächst wöchentlich per Infusion erhalten.

Wenn alles gut verlaufe – sprich: Wenn ein Stammzellenspender gefunden wird und die Stammzellen erfolgreich transplantiert werden können – dann könne eine spätere Behandlung wohl ganz wegfallen, hofft Bruchmann. Die Familie müsste dann nur selten für Untersuchungen nach Hamburg fahren.

Die Planungen für die Typisierungsaktion der DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) am 20. Oktober finden derweil in Meine statt – wie am Montagabend in der Feuerwehrzentrale: „Ich habe zehn Helfer auf meiner Liste“, sagt Nils Bruchmann ganz stolz beim Treffen des Organisationsteams. „Ich kann 20 bieten“, hält Birgit Albert dagegen. Es stimmt frohen Mutes, dass sich aus allen Bereichen der Gemeinde freiwillige Unterstützer anbieten – von der Kirche, vom Philipp-Melanchthon-Gymnasium (PMG), von der Elternschaft der Kita Zuckerrübchen, Bogenschützen, Feuerwehr und viele mehr.

„Unser Ziel ist es, die Leute zu mobilisieren“, sagt Eva Bruchmann, „das klappt schon sehr gut.“ Weil die Laboruntersuchungen der Typisierung Geld kosten (35 Euro pro Probe), sind auch schon reichlich Spenden eingegangen – Flohmarkteinnahmen bei „Rund ums Kind“, vom Tag der offenen Tür der Flüchtlingshilfe Papenteich, vom PMG-Sommerfest, vom Lions-Club und von etlichen Einzelpersonen. Volker Elbers freut sich: „Es stößt schon auf Resonanz, dass wir Banner aufgehängt und viele Flyer verteilt haben.“ Darüber hinaus ist das Team im Gespräch mit den örtlichen Bäckern für eine Spendenaktion via Brotkauf. „Man muss alle Kontakte nutzen“, sagt Almut Bruchmann, die Oma von Laura.

Ärzte, Bands, DRK und Feuerwehr sind mit im Boot

Auch für den Typisierungstag selbst, den 20. Oktober, gibt es schon konkrete Pläne: Zwei Ärzte wollen die Probengeber beraten, die beiden Bands Groovelastics und Martin Kroner haben schon zugesagt, für Stimmung zu sorgen. Das DRK will zwei Rettungswagen ausstellen, die Feuerwehr dreht Bratwürstchen am Grill. Elbers zu so viel Engagement: „Meine ist halt ein Dorf, man kennt und hilft sich.“

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder