Wanderweg im Harz

„Allee der Zukunft“ soll Lücken im Liebesbankweg Harz schließen

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Familie Schwertz aus Hannover hat einen Hochzeits-Ahorn am Liebesbankweg erhalten. Försterin Dr. Bettina König und Revierförster Jörg Schlabitz planen an dieser Stelle eine „Allee der Zukunft“ (v.l.).

Familie Schwertz aus Hannover hat einen Hochzeits-Ahorn am Liebesbankweg erhalten. Försterin Dr. Bettina König und Revierförster Jörg Schlabitz planen an dieser Stelle eine „Allee der Zukunft“ (v.l.).

Foto: Forstamt

Hahnenklee.  Am Liebesbankweg bei Hahnenklee wurde der erste Hochzeits-Ahorn gepflanzt. Der macht seinem Namen alle Ehre: Hier wurde ein Heiratsantrag gemacht.

Auf der neu geplanten „Allee der Zukunft“ ist der erste Baum gut geschützt angewachsen. Der rund zwei Meter hohe Hochzeitsbaum sei dem Brautpaar jetzt offiziell übergeben worden, teilt das Niedersächsische Forstamt Clausthal mit.

Hochzeitsantrag auf dem Liebesbankweg

Am sogenannten Liebesbankweg nahe Hahnenklee hat das Forstamt einen Spitzahorn gepflanzt, den eine junge Braut ihrem Mann nun schenken durfte. Der habe ihr auf dem Liebesbankweg einen Heiratsantrag gemacht und sie wünschte sich vom Forstamt einen geeigneten Baum mit besonderer Widmung, beschreibt Dr. Bettina König die ungewöhnliche Idee.

Die Försterin und Waldpädagogin der Niedersächsischen Landesforsten hat gemeinsam mit Revierförster Jörg Schlabitz eine passende Baumart und den geeigneten Standort ausgewählt. „Nach Sturm- und Borkenkäferschäden fehlen am viel belaufenen Liebesbankweg zahlreiche Fichtenbäume“, erläutert Bettina König, „und diese und kommende Lücken möchten wir langfristig mit einer ,Allee der Zukunft’ wieder schließen“, so die Idee der Försterin.

Tausend Meter neue Alleebäume im Harz

Sie plant, ein rund tausend Meter langes Teilstück des beliebten Wanderweges mit Alleebäumen zu bepflanzen. Rund eine halbe Million neuer Bäume pflanzt das Forstamt Clausthal jährlich dort nach, wo Wälder an den Folgen des Klimawandels und der Borkenkäferschäden eingegangen sind. Der neue Spitzahorn überragt alle kleinen Setzlinge, die jetzt in der kommenden Pflanzsaison die Harzer Wälder erneuern sollen.

„Wir versprechen uns vom Hochzeits-Ahorn rasches Wachstum und baldigen Nachwuchs. Dafür hat er einen bevorzugten Platz erhalten und einen besonderen Rundumschutz vor Wildverbiss und Schlagschäden durch den Rothirsch“, betont Revierleiter Jörg Schlabitz. Der Leiter der Försterei Hahnenklee hofft in zwanzig Jahren auf natürliche Aussaat.

Eigener Baum am Wanderweg: Interessierte können anrufen

Neben einer hölzernen Einzäunung ist der Baum auf Wunsch der Braut auch mit einer Holztafel versehen, die die Holzwerkstatt des Waldpädagogikzentrums Harz angefertigt hat.

Interessierte an einem Baum auf der „Allee der Zukunft“ können sich unter Telefon 05323/9361-10 an das Forstamt Clausthal wenden.

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