Sperrung

Kran-Einsatz im Harz: Riesige Wehrklappe kommt in Okertalsperre

Das Unterwasserbecken der Okertalsperre wird nach fast 70 Betriebsjahren umfänglich saniert und an den aktuellen Stand der Technik angepasst.

Das Unterwasserbecken der Okertalsperre wird nach fast 70 Betriebsjahren umfänglich saniert und an den aktuellen Stand der Technik angepasst.

Foto: Swen Pförtner / dpa

Clausthal-Zellerfeld.  Da ist sie: Spezialisten bauen die neue, tonnenschwere Wehrklappe in die Okertalsperre im Oberharz ein. Osterode am Harz ist dann als nächstes dran.

Eine meterhohe Wehrklappe ist am Dienstag in eine Staumauer der Okertalsperre im Harz eingesetzt worden.

Damit sei ein wichtiger Meilenstein bei der Sanierung der Talsperre erreicht, teilten die Harzwasserwerke mit. Die Wehrklappe steuert die Wasserabgabe der Talsperre. Seit April wird das sogenannte Unterwasserbecken der Talsperre für rund 1,5 Millionen Euro erneuert.

Wichtig für Hochwasserschutz

„Durch die erneuerte Wehrklappe ist unser Unterwasserbecken für die kommenden Jahrzehnte gut aufgestellt“, sagte der Bereichsleiter der Wasserwerke, Hendrik Rösch.

Das Becken hilft bei der gleichmäßigen Wasserabgabe. Das sei wichtig für den Hochwasserschutz im Umland und auch für die Ökosysteme entlang des Flusses Oker. Im diesjährigen Sommer habe dieser zeitweise fast 90 Prozent Talsperrenwasser geführt.

B498 im Harz gesperrt

Für den Einbau der zehn Meter breiten und drei Meter hohen Wehrklappe ist die angrenzenden Bundesstraße 498 am Dienstag und Mittwoch gesperrt. Das rund zwölf Tonnen schwere Bauteil wurde mit einem Spezialkran in die Staumauer gehoben. Anschließend seien noch kleinere Betonarbeiten notwendig, teilten die Harzwasserwerke mit.

Nach dem Abschluss der Bauarbeiten soll die sogenannte Vorsperre der Sösetalsperre bei Osterode ebenfalls erneuert werden.

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