Die Leser küren erstmals den „Helmstedter des Jahres“

Helmstedt.  Das neue Ehrungsformat unserer Zeitung zeigt, welch hohen Stellenwert ehrenamtliches Schaffen im Landkreis hat.

Der 28-jährige Stefan Ickert (Bildmitte) aus Querenhorst, inmitten der Kandidaten, Laudatoren und Moderatoren,  wurde als "Helmstedter des Jahres" ausgezeichnet.

Der 28-jährige Stefan Ickert (Bildmitte) aus Querenhorst, inmitten der Kandidaten, Laudatoren und Moderatoren, wurde als "Helmstedter des Jahres" ausgezeichnet.

Foto: Erik Beyen

Zum ersten Mal hat unsere Zeitung im Jahr 2018 den Titel „Helmstedter des Jahres“ vergeben. Die Resonanz unserer Leser mit rund 1000 abgegebenen Stimmen war überwältigend, die Emotionen der Geehrten waren es auch. Hier ist ein Ehrungsformat für engagierte Menschen entstanden, auf das eine breitere Öffentlichkeit offenbar gewartet hat. Das mag mit dem Grundgefühl zusammenhängen, dass ohne ehrenamtliches Engagement viele gesellschaftlich wichtige Aufgaben unerledigt bleiben würden.

Die erste Wahl zum „Helmstedter des Jahres“ brachte mit dem 28-jährigen Stefan Ickert aus Querenhorst einen überraschenden Sieger, doch Gewinner sind alle zehn Kandidatinnen und Kandidaten gewesen. Von vornherein. Bei der Gala im September in der Kirche und im Kloster St. Marienberg wurde das noch einmal bekräftigt. Auch Stefan Ickert, der Rock-Konzerte in seinem Dorf auf die Beine stellt, hob in seinen Dankesworten diesen Gedanken hervor: Die neun übrigen Kandidaten hätten den Preis in gleichem Maße verdient, sagte der 28-Jährige und fasste damit die Botschaft des Abends trefflich zusammen.

Alle Kandidaten für den neuen Ehrenamtspreis der Helmstedter Nachrichten, das wurde im Verlauf der gut zweistündigen Gala deutlich, leisten Vorbildliches, nur schwer Verzichtbares. Sie alle kamen ausführlich zu Wort. Als „leisen Arbeiter für die Allgemeinheit“, dessen Engagement aber Lautstärke bewirke, beschrieb Laudator und Chefredakteur Armin Maus die Leistung und Leidenschaft Ickerts.

Das Wesen der zehn Kandidaten fasste Amtsgerichtsdirektor Stefan Miersch vor seiner Laudatio für die Drittplatzierte Elke Stern aus Schöningen zusammen: „Wenn Arbeit verteilt wird, heben sie die Hand. Steht eine Würdigung der ehrenamtlichen Tätigkeit an, verweisen sie auf ihre Mitstreiter.“

Als Vorbild durch und durch, als unermüdlicher Macher wurde der Zweitplatzierte der Wahl, Hubert Wunsch aus Ahmstorf, gewürdigt. Seit mehr als 40 Jahren rackert er ehrenamtlich, vor allem für den Fußballsport und das Schützenwesen. Mechtild von Veltheim, Domina im Kloster St. Marienberg, beschrieb Wunsch in ihrer Laudatio als „unvergleichlich“.

Dieses Gütesiegel dürfen wir – an dieser Stelle – auch den übrigen Kandidaten noch einmal verleihen: Karin Bottke, Kathrin Ebers, Achim Klaffehn, Helgard Schäfer-Jahns, Jens Schulze, Verena Teuber und Hans-Rudolf Thieme.

Die Erfolgsgeschichte des Ehrungsformats „Helmstedter des Jahres“ wird 2019 eine Fortsetzung finden. An Vorschlägen wird es nicht mangeln. Die Redaktion freut sich auf die neuerliche Begegnung mit besonderen Menschen.

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