Yannic Szczepanski aus Klein Twülpstedt entspannt auf dem Feld

Klein Twülpstedt.  Der 19-jährige Yannic Szczepanski hilft seit Jahren bei Landwirt Hansmann in Klein Twülpstedt aus. Der technische Fortschritt reizt ihn.

Bei der Gemüseernte kann Yannic Szczepanski so richtig vom Alltagsstress entspannen, hier mit seiner Lebenspartnerin Anna-Lena Kanbach.

Bei der Gemüseernte kann Yannic Szczepanski so richtig vom Alltagsstress entspannen, hier mit seiner Lebenspartnerin Anna-Lena Kanbach.

Foto: Erik Beyen

Mit der Landwirtschaft ist er groß geworden. Zwar hat er sich für einen anderen Beruf entschieden, der Landwirtschaft aber bleibt er treu. Das hat verschiedene Gründe. Einer ist die pure Entspannung. Der 19-jährige Yannic Szczepanski aus Klein Twülpstedt ist nahezu täglich auf einem Trecker zu sehen und abends im Gemüsefeld. Ernten von Hand: Für ihn ist das wie Urlaub. Wir haben den jungen Mann bei einem seiner Kurzurlaube zwischen Kopfsalat und Zucchini begleitet – auf einem Feld des Biolandwirts Lennart Hansmann.

Dort hilft Yannic, wann immer er kann. Beobachten und lernen, das ist sein Credo. Das Feld liegt am Rande Klein Twülpstedts. Salat, Zucchini, Lauch, Rotkohl, Weiß- und Spitzkohl sowie Kartoffeln wachsen dort. Nicht alles gedeiht in diesem Jahr. Doch das, so der Hobbylandwirt, sei nunmal die Natur. An diesem Tag geht es an die Zucchini. Einige sind merkwürdig angefressen. Der 19-Jährige beobachtet das schon einige Tage, prüft, welche Tiere sich auf den Pflanzen finden. Und dennoch: So richtig wird nicht klar, welches Tier diese Schäden hinterlässt. „Wir müssen das weiter beobachten“, erklärt er. Die angefressenen Zucchini nimmt er neben den guten Früchten auch mit. Auf der Ladentheke werden sie am nächsten Morgen aber zu einem reduzierten Preis landen.

Denn für den Direktverkauf erntet er das Gemüse täglich. „Gleich wird es kurz abgesprüht, dann bis zum Morgen kühl gelagert, und dann liegt es in der Gemüsetheke“, erklärt er. Die befindet sich übrigens im Bioladen um die Ecke. Es ist kein so großes Feld, zumindest wirkt es nicht groß. Das mag an der Vielfalt liegen, die dort wächst. Schnell riskiert Yannic einen Blick auf die Kartoffeln. Sie wachsen in diesem Jahr sehr gut, meint der Experte: leicht feuchter Boden, Wärme für die Pflanzen, nahezu ideale Bedingungen für die Kartoffel. „Zu feucht darf der Boden auch nicht sein“, lernen wir. Die Knolle steht gleich neben den Kürbissen, die sein Freund Lennart Hansmann in verschiedenen Ausführungen anbaut. Die Kiste für die Zucchini ist an diesem Tag nicht ganz so voll. Doch das ändert sich im Lauf der Saison. „In der Hochsaison kommen bis zu zwölf Kisten am Abend zusammen“, erklärt Yannic Szczepanski.

Fruchtfolgen, Schädlingsbekämpfung, Bioanbau und regionale Versorgung – das ist nicht alles, was den jungen Mann so an der Landwirtschaft fasziniert: „Der Fortschritt in Anbau und Ernte, an der Technik, das muss schon sein.“

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