Helmstedt läutet die Vorweihnachtszeit ein

Helmstedt.  Mit mehreren Veranstaltungen ist Helmstedt am ersten Adventswochenende recht lebhaft in die vorweihnachtliche Zeit gestartet.

Die Frauen vom Caritas-Helferkreis unterstützen alle Jahre mit großer Freude den Ökumenischen Adventsmarkt von St. Ludgeri.

Die Frauen vom Caritas-Helferkreis unterstützen alle Jahre mit großer Freude den Ökumenischen Adventsmarkt von St. Ludgeri.

Foto: Michael Strohmann

Der Weihnachtsmarkt zu Füßen des Rathauses steht Besuchern seit der Eröffnung am Freitagabend zur Verfügung. Wer sich damit nicht begnügen wollte, um in Adventsstimmung zu kommen, der hatte an beiden Tagen des Wochenendes die Möglichkeit, dem Museumshof in Emmerstedt einen Besuch abzustatten. Am Sonntag kam dann noch der traditionelle Ökumenische Adventsmarkt im Kloster und im Passhof von St. Ludgeri hinzu.

„Man spürt schon, dass sich die Veranstaltungen etwas Konkurrenz machen“, meinte Hannelore Strzala vom Caritas-Helferkreis, der zu den festen Größen gehört, wenn die Ludgeri-Gemeinde zu ihrem Markt mit Buden und Lagerfeuer im Innenhof sowie vielen Ständen im Gebäude der Begegnungsstätte einlädt. Die selbst angefertigten Adventskränze hätten starken Absatz gefunden, erzählte Hannelore Strzala. „Unsere Marmeladen hingegen sind nicht sehr gefragt. Vielleicht ist dieses Angebot insgesamt einfach zu groß.“

Wenn die Kinder der Ludgeri-Grundschule singen („Applaus für den Nikolaus“), dann füllt sich der Passhof mit Zuhörern. Das ist an diesem 1. Adventssonntag nicht anders gewesen.

Zu den längst „klassischen“ Märkten in Helmstedt gehört der „Adventszauber“ im Museumshof Emmerstedt. An beiden Tagen schlenderten zahlreiche Besucher über das Areal des Heimatmuseums. Bettina Schaper aus Süpplingen beteiligt sich seit vielen Jahren mit einem Verkaufsstand in der großen Scheune am „Adventszauber“. Als Profi hatte sie einen Gas-Heizstrahler mitgebracht. „Der kommt eher am Sonntag als am Samstag zum Einsatz, denn am Sonntag müssen wir hier einige Stunde länger ausharren“, berichtete die Süpplingerin. Sie komme trotz der Kälte in der Scheune immer gerne nach Emmerstedt, denn die Atmosphäre und die Menschen seien „einfach toll“.

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Viele der Besucher schauten nicht nur intensiv auf die angebotenen Adventsartikel, sondern auch in die Vitrinen des Museums. Dort konnten sie zum Beispiel Spielzeug entdecken, das Kinder vor 50 oder 100 Jahren – vermutlich zu Weihnachten – geschenkt bekommen haben. Große Puppen und kleine Lokomotiven. Das mag bei dem einen oder anderen Kindheitserinnerungen geweckt haben.

Der Helmstedter Weihnachtsmarkt füllte sich an beiden Tagen bei Einbruch der Dunkelheit. Das Weihnachtskonzert des Kammerorchesters Braunschweig in der St.-Stephani-Kirche und der Treffpunkt „Rund um den Advent“ der Evangelischen Gemeinschaft in der Henkestraße, beides am Samstag, sollen nicht unterschlagen werden. An Einstimmung auf das Fest herrschte in Helmstedt also wahrlich kein Mangel. Nur das Wetter war eher grau und herbstlich. Weiße Weihnacht? Die uralte Frage.

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