Einstimmige Empfehlung für Königslutters Feuerwehr-Haushalt

Königslutter.  Der Ausschuss für Feuerwehr und Gefahrenabwehr Königslutter spricht sich für den Haushalt aus, ist zugleich aber irritiert.

Vor ihrer eigentlichen Sitzung schauten sich die Mitglieder des Ausschusses für Feuerwehren und Gefahrenabwehr in Königslutter die neue Kleiderkammer der Feuerwehr an, hier mit Timo Wild (Mitte).

Vor ihrer eigentlichen Sitzung schauten sich die Mitglieder des Ausschusses für Feuerwehren und Gefahrenabwehr in Königslutter die neue Kleiderkammer der Feuerwehr an, hier mit Timo Wild (Mitte).

Foto: Erik Beyen

Exakt 20 Euro sollten umgerechnet auf Bewohner der Stadt Königslutter oder eines der Ortsteile für den Unterhalt der Feuerwehrfahrzeuge entfallen – macht im Idealfall 1530 Euro pro Fahrzeug im Jahr. So steht es im Haushaltsentwurf 2020. In ihrer Sitzung am Mittwochabend votierten die Mitglieder des Ausschusses für Feuerwehr und Gefahrenabwehr einstimmig für die Vorlage. Sie war noch von Thorsten Ehlers erstellt worden. Behandeln muss sie sein Nachfolger im Amt, Marco Diestelmann. Vor der Sitzung schaute sich das Gremium die neue Kleiderkammer der Feuerwehr an. Sie musste aus Platzgründen aus dem Gerätehaus an der Wolfsburger Straße in größere Räume ziehen.

Für die Feuerwehr erklärte Timo Wild dem Gremium, was in der Kleiderkammer alles lagert und wie die Kammer es schafft, alle Feuerwehrkräfte stets voll ausgestattet zu halten. Interessant dabei ist die exakte Erfassung etwa der Schutzkleidung für Atemschutz-Träger. Per Barcode lasse sich die Ausrüstung einer Person zuordnen und sogar die Reinigungszyklen ablesen, ein durchdachtes und aufwändiges System, das konsequente Pflege verlangt. Dafür ist neben Wild auch Heinz Eckhardt zuständig.

Auf der Tagesordnung zur eigentlichen Sitzung stand der Haushalt als einziger echter Punkt. Viel zu diskutieren hatten die Ausschussmitglieder darüber nicht, wenngleich einige irritiert und verunsichert waren. Sie hatten zuvor Ausführungen des zweiten stellvertretenden Stadtbrandmeisters Michel Anders gehört. Es ging um Unstimmigkeiten bei der Ausstattung neuer Einsatzfahrzeuge, und das gleich bei mehreren Ortswehren. Demnach streitet sich das nach dem Gewinn der Ausschreibung beauftragte Unternehmen mit der Stadt Königslutter über normierte Ausführungen etwa von Schrauben. Marco Diestelmann konnte letztlich aber beschwichtigen: Der Haushalt 2020 habe damit nichts zu tun. Mit den Streitigkeiten soll sich nun die Arbeitsgruppe Feuerwehren beschäftigen.

Eckpunkte: Der Haushalt weist einen Zuschussbedarf von rund 456.000 Euro aus. Auf der Liste der Investitionen stehen unter anderem ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser (TSF-W) für die Ortswehr in Lauingen mit 186.000 Euro, ein TSF-W für Rotenkamp mit 150.000 Euro sowie die Einrichtung von drei Löschwasserzisternen mit 168.000 Euro, konkret geht es um die Zisternen Hagenhof, Rottorf und Fischersteg. Insgesamt sollen diese 368.000 Euro kosten, wobei 200.000 Euro als in 2019 nicht genutzte Mittel in den aktuellen Haushalt übertragen worden sind.

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