Juleum bietet die Bühne für Interpreten der Wiener Klassik

Helmstedt.  Das Staatsorchester Braunschweig spielt am 23. Januar im Helmstedter Juleum. Auf dem Programm stehen Werke von Mozart und van Beethoven

Jelena Bankovic singt "Exsultate Jubilate", Mozarts virtuose Kantate in der Tradition des Barock.

Jelena Bankovic singt "Exsultate Jubilate", Mozarts virtuose Kantate in der Tradition des Barock.

Foto: Dani Mauri / Veranstalter

Jetzt geht es mit Beethoven so richtig los: Nach dem Auftakt mit Beethovens Fünfter Sinfonie im Dezember und der Leonoren-Ouvertüre bei den Neujahrskonzerten 2020 folgen nun in den weiteren Konzerten des Helmstedter Kulturvereins bis zum Jahresende alle weiteren Beethoven-Sinfonien, immer in Beziehung gesetzt mit Werken anderer Komponisten.

Beim kommenden Juleum-Konzert am Donnerstag, 23. Januar, ab 20 Uhr werden der 1. Sinfonie von Ludwig von Beethoven zwei Werke von Wolfgang Amadeus Mozart vorangestellt: In der „Haffner“-Sinfonie greift Mozart auf die althergebrachte Form der Serenade zurück, um daraus ein Meisterwerk der Wiener Klassik zu gestalten.

Und die virtuose Kantate „Exsultate Jubilate“ zeigt sich noch ganz der Tradition des Barock verhaftet. Mozart komponierte das Werk während seiner letzten Italienreise im Januar 1773 in Mailand (Erstaufführung 17. Januar). Das Werk wurde durch den dortigen „Primo uomo“ in Mozarts Oper Lucio Silla, den Kastraten Rauzzini uraufgeführt.

Neben dem originalen, marianischen Text existiert eine Salzburger Fassung aus dem Jahr 1779, in der Alternativtexte zum Trinitatisfest und für Weihnachten vorgesehen sind. Die Salzburger Fassung, die erst im Jahr 1979 wiederentdeckt wurde, unterscheidet sich weiterhin durch die Verwendung von Flöten an Stelle von Oboen.

Die Kantate wird im Juleum von der Sopranistin Jelena Banković interpretiert. Das Staatsorchester Braunschweig spielt unter der Leitung von Generalmusikdirektor Srba Dinić.

Dem Konzert voraus geht um 19.15 Uhr im Saal des Juleum eine Einführung durch den künstlerischen Leiter von „Grenzenlos Klassik“, Martin Weller, über die Erfindung der „Wiener Klassik“.

Diese Epoche beschreibt einen Zeitraum zwischen 1750 und 1850, Bedeutendste Komponisten waren eben Mozart, Haydn und van Beethoven. Sie schrieben Melodien, die leicht einprägsam waren – gezielt für das gesamte Volk, nicht nur für Adelige, und orientierten sich auch an Volksliedern Die wichtigsten Formen waren die Sinfonie, das Streichquartett und das Konzert.

Karten (für 34 Euro) sind an den bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse erhältlich. Schüler und Studenten erhalten gegen Vorlage ihres Schüler-/Studentenausweises vergünstigt Eintrittskarten. Weitere Informationen unter www.grenzenlos-klassik.de

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