Helmstedter Sportverein gründet Nachbarschaftshilfe-Netzwerk

Helmstedt.  Der Verein will Menschen der Risikogruppen bei den kleinen Dingen des Alltags wie Einkäufen oder Besorgungen unterstützen.

Nachbarschaftsdienste wie Einkaufshilfe oder die Weitergabe benötigter Dinge organisiert der Helmstedter Sportverein unkompliziert.

Nachbarschaftsdienste wie Einkaufshilfe oder die Weitergabe benötigter Dinge organisiert der Helmstedter Sportverein unkompliziert.

Foto: Christin Klose / dpa

Der Helmstedter Sportverein (HSV) hat ein Nachbarschaftshilfe-Netzwerk eingerichtet. Per E-Mail können sich Menschen aus der Risikogruppe oder aber deren Angehörige beim Verein melden, wenn sie Hilfe bei der Bewältigung des Alltags brauchen. Es geht dabei um die kleinen Dinge des Alltags wie Einkäufe oder Besorgungen, die die Risikogruppe jetzt vermeiden sollte.

Ideengeber und Organisator ist Jan Meyer, der den Vorstand seit einem halben Jahr tatkräftig unterstützt und berät. „Wir haben auf unserer Homepage eine Seite eingerichtet, wo der ganze Prozess im Detail erklärt wird. Aber eigentlich ist es ganz einfach: Betroffene schreiben uns eine E-Mail mit ihrem Namen, Anschrift und einer Telefonnummer. Ich werde mich dann umgehend bei den Betroffenen telefonisch melden und weitere Details abklären. Habe ich diese gesammelt, schaue ich, wer aus unserem Verein diese Tätigkeit übernehmen kann und rufe ihn an. Natürlich frage ich im Vorfeld die betroffene Person, ob es in Ordnung ist, wenn ich die Telefonnummer weitergebe. Datenschutz bleibt eine sehr wichtige Sache, jedoch benötigen wir in dieser Zeit pragmatische Lösungen, die niedrigschwellig zu erreichen sind. So können wir innerhalb weniger Minuten Hilfesuchende und Hilfsbereite zusammenbringen“, erklärt Projektkoordinator Meyer.

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Das Nachbarschaftshilfe-Netzwerk hat der HSV in kürzester Zeit aus dem Boden gestampft. Wegen der Corona-Krise steht der Vorstand beinahe täglich untereinander in Kontakt und berät über neue Maßnahmen und Initiativen innerhalb des Vereins. „Am Donnerstag haben wir in unserer wöchentlichen Videokonferenz-Vorstandssitzung, die mittlerweile zum Alltag gehört, diese Idee gehabt. Bereits am Freitag, keine 24 Stunden später, war alles komplett fertig organisiert“, berichtet Vorstandssprecher Thomas Mosenheuer stolz.

Projektkoordinator Jan Meyer ist unter folgender E-Mail-Adresse erreichbar: vereinshelfer@hsv1913.de

Weitere Infos zum Nachbarschaftshilfe-Netzwerk finden sich auf der HSV-Website: www.hsv1913.de

Auch das BZV-Medienhaus hat eine Plattform geschaffen, auf der Menschen Tipps, Orientierung und Nachbarschaftshilfe finden können – und auf der sich der lokale Einzelhandel mit seinen Corona-Angeboten präsentieren und vernetzen kann. Zu finden ist „Gemeinsam stark“ unter www.helmstedter-nachrichten.de/gemeinsamstark/

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