Bürger fordert Poller vor dem Friedhof in Rümmer zurück

Rümmer.  Ein Pensionär aus Rümmer prangert die schlechte Sicht beim Abbiegen von der Parkstraße auf den Rosendamm an.

Udo Blodau und Wolfgang Kietzmann fordern die Sperrung zweier Parkplätze vor dem Friedhof am Rosendamm durch Poller.

Udo Blodau und Wolfgang Kietzmann fordern die Sperrung zweier Parkplätze vor dem Friedhof am Rosendamm durch Poller.

Foto: Erik Beyen

Wolfgang Kietzmann ist verärgert. Für zwei Parkplätze vor dem Friedhof am Rosendamm in Rümmer mussten auf Beschluss des Gemeinderates zwei Poller unmittelbar vor der Einmündung der Parkstraße in den Rosendamm weichen (wir berichteten). Diese Poller waren erst vor wenigen Jahren auf Bürgerwunsch aufgestellt worden. Die „neuen“ Parkplätze, so der Pensionär Kietzmann, würden regelmäßig von Dauerparkern benutzt, die jenen, die aus der Parkstraße auf den Rosendamm einbiegen wollen, die Sicht nähmen. Unsere Zeitung traf Kietzmann am Samstagmorgen bei einem Lokaltermin. Mit dabei war auch Rolf Senger, parteiloses Mitglied des Gemeinderates Groß Twülpstedt.

Es gibt einen Verkehrsspiegel

Die Situation: Gegenüber der Einmündung der Parkstraße ist ein Verkehrsspiegel angebracht. Dessen Ränder sind zwar etwas blind, Einsicht gewährt der Spiegel dennoch etwa bis auf Höhe der Bushaltestelle vor dem Friedhof. Auf einem der beiden Parkplätze vor dem Friedhof stand am Samstag ein Wagen. Wer von der Parkstraße auf den Rosendamm einbiegen möchte, muss zwei gestrichelte Linien beachten. Eine markiert den Beginn eines Radweges Richtung Groß Twülpstedt, die andere die Begrenzung des Rosendamms.

Wolfgang Kietzmann prangert mehrere Aspekte an: Auf dem Rosendamm werde oft zu schnell gefahren. Der zweite wesentliche Aspekt: Mehrere Wagen würden dort im Laufe der Woche jeweils länger stehen.

Kietzmann hat alles dokumentiert

Wolfgang Kietzmann hat alles dokumentiert. Er zeigt Bilder vom zugestellten Parkplatz. Sie verdeutlichen, so erklärt er, die schlechte Sicht durch Dauerparker, und: „Man muss hier auch auf die Radfahrer achten. Wenn ich mich vortaste, versperre ich denen den Weg.“ Wir machen das Experiment: Kietzmann stellt seinen Wagen auch in die Friedhofsparkbucht, und eine Familienangehörige von Rolf Senger platziert ihren Bus für einen Moment hinter dem dort bereits stehenden Wagen. Die Sicht wird schwieriger. Man ist gezwungen, sich vorsichtig heranzutasten, aber: Autofahrer müssen sich hier so oder so auf den Spiegel verlassen, denn selbst bei freien Parkbuchten wäre die Sicht auf den Rosendamm durch dahinter abgestellte Autos ebenso eingeschränkt.

40 Unterschriften gesammelt

Wolfgang Kietzmann hat 40 Unterschriften gesammelt. An diesem Samstag kommt Udo Blodau hinzu. Auf seinen Antrag am 28. Februar 2011 hin wurden die Poller aufgestellt. Die politischen Argumente für die Parkbuchten, wonach man damit etwa in Klein Twülpstedt gute Erfahrungen gemacht habe, lässt er nicht gelten. „Das kann man nicht vergleichen, die Entfernungen sind unterschiedlich“, so Kietzmann. Auch die Unfallstatistik sei nicht relevant. Er zeigt Bilder von einem Unfall mit, nach seinen Aussagen, zwei Verletzten. Per Antrag samt Unterschriftenliste fordert er: „Zwei Parkplätze auf dem Parkstreifen vor dem Friedhof in Rümmer müssen zur Straßenverkehrssicherheit und vorausschauender Unfallprävention durch Poller gesperrt werden.“

Unserer Zeitung liegen Informationen zu lediglich einem Verkehrsunfall in diesem Bereich vor. Dieser ist demnach auf ein Missverständnis zwischen zwei Autofahrern, die sich aber gesehen haben, zurückzuführen.

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