Eine irre Geschichte

Bethlehem.  Was Josef, Maria und die Hirten sich per Handy geschrieben hätten.

Die Hirten (rechts unten) und die drei Könige aus dem Morgenland (links) bewundern das Jesuskind von Maria und Josef. Diese Porzellan-Krippe steht im Krippenmuseum Oberstadion in Baden-Württemberg.

Die Hirten (rechts unten) und die drei Könige aus dem Morgenland (links) bewundern das Jesuskind von Maria und Josef. Diese Porzellan-Krippe steht im Krippenmuseum Oberstadion in Baden-Württemberg.

Foto: Felix Kästle / dpa

Die Geschichte von der Geburt des Jesuskindes kann man in der Bibel nachlesen. Mehr als 2000 Jahre soll die Geburt schon her sein. Handys und Chats gab es damals natürlich noch nicht. Wir haben uns trotzdem mal überlegt, was sich all die Figuren aus der Weihnachtsgeschichte wohl geschrieben hätten: zum Beispiel Maria, Josef und die Hirten.

Josef: Leute, es war wirklich toll, euch kennenzulernen. Danke, dass ihr uns so unterstützt habt.

Maria: Ich will auch noch mal Danke sagen. Als wir in Bethlehem ankamen und nicht wussten, wo wir schlafen sollen, hab ich mir echt Sorgen gemacht. Vor allem, weil ja schon klar war, dass ich ziemlich bald das Kind bekommen werde.

Erster Hirte: Ist ja noch mal alles gut gegangen. Ich bin unglaublich stolz, dass wir Hirten die ersten waren, die den kleinen Jesus sehen durften. Ich meine: Hey, es ist der Sohn Gottes – eine große Ehre für uns! Aber was bei der ganzen Freude über die Geburt unterging: Warum habt ihr euch nicht einfach ein Hotel oder eine Herberge gesucht?

Das haben wir doch versucht! Aber die ganze Stadt war voll. Alle Leute kamen nach Bethlehem, um sich zählen zu lassen. So wie Kaiser Augustus es angeordnet hatte. Ohne diesen Befehl hätten wir uns kurz vor der Geburt gar nicht erst auf die Reise begeben.

Zweiter Hirte: Und dann war nur noch der Stall frei, ich verstehe.

Maria: Ein Wunder, dass ihr uns da überhaupt gefunden habt...

Zweiter Hirte: Das haben wir diesem Engel zu verdanken. Das muss man sich mal vorstellen! Ich bin immer noch platt. Wir hüteten auf dem Feld die Schafe. Plötzlich taucht ein Engel auf und sagt: Jesus ist geboren, der Retter der Welt. Klar, dass wir da sofort losgelaufen sind.

Erster Hirte: Jetzt aber mal zum Wichtigsten: Wie geht es Jesus?

Josef: Sehr gut. Und er ist reich beschenkt worden, kaum zu fassen. Es kam noch weiterer Besuch. Drei Könige aus dem Morgenland standen vor dem Stall und wollten Jesus anbeten. Sie brachten wertvolle Geschenke mit: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Alles für Jesus!

Erster Hirte: Das ist ja eine irre Geschichte. Ich freu mich sehr für euch. Kommt gut zurück nach Hause. Und gebt Bescheid, wenn ihr in Nazareth angekommen seid.

Zweiter Hirte: Wir erzählen allen, was passiert ist. Das Selfie mit Jesus hab ich schon verschickt.

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