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Sechs Autoren haben auf unserer Regionsseite eine eigene Kolumne: Susanne Jasper, Jacqueline Carewicz, Birte Reboll, Harald Likus, Thomas Parr und Tessa Cordes.

Ein Segen?

„Oh, Ihr munteren Kirchenfrauen und -männer, ob „Segen to go“ wirklich so eine gute Idee war?“

Am Wochenende wird in den evangelischen Kirchen in Velpke, Groß Twülpstedt und Volkmarsdorf im Kreis Helmstedt eine Idee namens „Segen to go“ in die Tat umgesetzt. Man spaziert oder radelt dort vorbei (und wenn man von wegen Regen nicht so in „to go“-Stimmung ist, gibt’s ja auch das Auto) – tja, und dann gibt es vor Ort den geistlichen Zuspruch. „Segen to go“..., nun ja. Ginge eigentlich auch „Gott to go“?

Ach, auch wenn man gar keine Lust hat, bei jeder Gelegenheit über die Kirche herzuziehen: Nach meinem Verständnis ist eine Segnung nicht unbedingt das, was sich so latte-macchiato-mäßig als kleine Aufhellung für unterwegs eignet. Und nach meinem Sprachgefühl kann die „to go“-Wendung ihre werbe-denglische Herkunft im Sinne all der munteren „Beauty2go“- Angebote sowieso nicht abschütteln. Oh, Ihr munteren Kirchenfrauen und -männer, ob „Segen to go“ wirklich so eine gute Idee war? Ich hätte, wenn man mich gefragt hätte, andere Sprachschöpfungen ins Spiel gebracht. Wie wäre es mit „Pray & Take away“? Nicht gut? Oder „Hosiannna für Runner“? Nein, jetzt habe ich’s. Die Aktion hätte genau diesen schönen Titel verdient: „Heiliges für Eilige.“

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