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Tischgespräche

Kompott aus dem Kochpott

Kompott! Das klingt nach Kochpott. Das Wort kommt aus dem Französischen und weist darauf hin, dass es sich um ein Gemisch handelt.

Ein gemeinsames Essen ohne Dessert ist überhaupt nicht denkbar. „Was Süßes geht immer“, heißt es deshalb. In diesen Tagen hat ein guter Freund Geburtstag und dazu die Clique eingeladen. Als er laut überlegte, in diesem Jahr Kompott zu servieren, gab es Protest. Kompott! Das klingt nach Kochpott. Nur, dass Kompott ein französisches Wort ist und „compote“ bedeutet, was wiederum darauf hinweist, dass es sich um eine Zusammenstellung beziehungsweise um ein Gemisch handelt. Ein echtes Kompott wird aus frischen Zutaten, meist Obst, zubereitet und – das ist der Clou – auch frisch serviert. Allerdings ist das Kompott zum schlichten, eingekochten Obst aus dem Weckglas oder der Konserve geworden. Mehr Konsum- als Genussmittel. Kompott akzeptiert der Freundeskreis nicht. Als Dessert soll es geben, was es schon immer gegeben hat! Es darf also nichts anderes in die Dessertteller kommen als Eis (Schoko, Vanille, Walnuss, alles mit Eierlikör), Pudding (Schoko mit Eierlikör und Vanille auch mit Eierlikör) sowie Grießbrei (mit Himbeersirup). Am Speiseplan ändert sich seit Jahren nichts, nur das Alter des Gastgebers. Wie unfair.

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