#mutmacher – Landvolk-Chef Löhr: Bauern arbeiten weiter

Hannover.  In der Corona-Krise den Kopf in den Sand stecken? Kommt nicht in Frage! In diesem Sinne starten wir hier die Aktion #mutmacher.

Landwirt und Landvolk-Chef Ulrich Löhr auf seinem Acker. Auch Löhr beteiligt sich an unserer Aktion #mutmacher. (Archivbild)

Landwirt und Landvolk-Chef Ulrich Löhr auf seinem Acker. Auch Löhr beteiligt sich an unserer Aktion #mutmacher. (Archivbild)

Foto: Hannah Schmitz / BZV

Liebe Leserin, lieber Leser

die Bundeskanzlerin nennt Corona die größte Herausforderung für unser Land seit dem Zweiten Weltkrieg. Viele von uns machen sich große Sorgen, um Gesundheit, Angehörige, Arbeitsplätze. Deshalb laden wir sachkundige Menschen aus Niedersachsen und unserer Region ein, in einer Videobotschaft ihre Einschätzung abzugeben – und zu sagen, was ihnen Mut macht. Die Aktion heißt #mutmacher. Nicht weil wir Dinge schönreden wollen, sondern weil unser Land große Stärken hat, die wir in der Krise nicht vergessen sollten. Die Resonanz ist überwältigend – die ersten Videos sind schon da, obwohl wir noch gar nicht alle einladen konnten, deren Statement wir Ihnen anbieten möchten.

Das sagt Ulrich Löhr, Vorsitzender des Landvolks Braunschweiger Land:

Mutmacher Ulrich Löhr
Mutmacher Ulrich Löhr

Der Chef des Landvolks im Braunschweiger Land, Ulrich Löhr, hat die Bürgerinnen und Bürger beruhigt. Die Landwirte machten ihre Arbeit, damit die Regale in den Supermärkten weiterhin aufgefüllt werden könnten, sagte Löhr in seinem Video für unsere Aktion #mutmacher. Die Wertschätzung für die Landwirtschaft freue seine Kollegen sehr, erklärte Löhr. „Insbesondere haben wir uns über das Angebot von Bürgern und auch von Fridays for Future gefreut, uns zu unterstützen, wenn es an Erntehelfern mangelt.“

Löhr lud alle Interessierten ein: „Wenn Sie jetzt Zeit haben, dann melden Sie sich doch bei Ihrem Nachbarn, der Spargel anbaut, der Kohl anbaut, und bieten Sie sich an. Sie können dort unter freiem Himmel an frischer Luft arbeiten, auch weit genug von anderen Menschen entfernt, um vielleicht auch Ihr eigenes Immunsystem zu stärken.“

Das sagt Michael Kleber, Regionalchef des DGB

Mutmacher Michael Kleber
Mutmacher Michael Kleber

Der Regionalchef des DGB, Michael Kleber, hat die Bürgerinnen und Bürger zu Solidarität und Mitmenschlichkeit aufgefordert. Genau so wichtig sei die Sicherung der Arbeitsplätze, sagte der Gewerkschafter in seinem Video für unsere Aktion #mutmacher. „Die Regelungen zum Kurzarbeitergeld sollen dazu dienen, die Beschäftigten in den Unternehmen zu halten.“

Das Milliarden-Paket der Bundesregierung stärke den Gesundheitssektor und solle die Unternehmen stützen. „Ich appelliere an die Unternehmen und Verwaltungen, gemeinsam mit den Betriebs- und Personalräten sowie mit den Gewerkschaften nach Lösungen zu suchen, im Sinne der Beschäftigten, im Sinne der Unternehmen.“ Das Ende der Krise und ihre Folgen seien nicht absehbar. „Aber eins steht jetzt schon fest: Wir brauchen eine koordinierte Investitionsoffensive.“

Das sagt Florian Bernschneider, AGV-Geschäftsführer

Mutmacher Florian Bernschneider
Mutmacher Florian Bernschneider

Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Region Braunschweig, Florian Bernschneider, hat zur Unterstützung der Wirtschaft in der Corona-Krise gemahnt. „Wir werden in den kommenden Tagen nicht nur an der Stabilisierung unseres Gesundheitswesens, sondern auch an der Stabilisierung unserer Wirtschaft arbeiten müssen“, sagte Bernschneider in seinem Video für unsere Aktion #mutmacher.

Man dürfe nicht vergessen, dass viele bereits vor der Corona-Krise Probleme hatten. Er nannte die Umbrüche in der Autoindustrie, Auswirkungen der Handelskriege auf unsere Exportwirtschaft oder auch die Folgen der Pleite des Reiseveranstalters Thomas Cook für die Reisebranche.

Bernschneider ergriff Partei für die Kleinen. Besonders freiberuflich Tätige stünden von einem Tag auf den anderen vor einer extrem schwierigen Lage.

Das sagt Andreas Kirschenmann, Präsident der IHK

Mutmacher IHK-Präsident Andreas Kirschenmann
Mutmacher IHK-Präsident Andreas Kirschenmann

Die Corona-Krise ist eine beispiellose Herausforderung – aber sie macht auch unsere Stärken sichtbar. Andreas Kirschenmann, Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg, sagt in seinem Video für unsere Aktion #mutmacher: „Wir werden aus der Situation lernen, das ist sicher. Viele von Ihnen arbeiten bereits zuhause. Somit sind New Work und digitales Co-Working plötzlich zur Realität geworden – und wir merken, dass wir trotzdem vorankommen.“

Aus neuen Ideen und Impulsen würden neue Chancen: „Vertrauen wir auf unsere Stärken und auf unser starkes Gemeinwesen. Ich bin überzeugt, dass wir als Volkswirtschaft und als Gesellschaft die Kraft haben, diese Krise zu überwinden.“

Kirschenmann appellierte in seinem Video zugleich an die Bürger, alles zu tun, um die Corona-Epidemie zu einzudämmen.

Das sagt Allianz-Geschäftsführer Frank Fabian

Mutmacher Dr Frank Fabian
Mutmacher Dr Frank Fabian

Frank Fabian, Geschäftsführer der Allianz für die Region, hat vor dem Hintergrund der Corona-Krise die Verdienste der Beschäftigten in den Heil- und Pflegeberufen ins Licht gestellt. „Sie stehen absolut im Mittelpunkt, und sie machen einen Bärenjob“, sagte Fabian in seinem Video für unsere Aktion #mutmacher.

Die Allianz für die Region engagiert sich seit Anfang des Jahres dafür, Fachkräfte aus diesen Berufen für unsere Region zu gewinnen. „Wir wissen: Wir brauchen sie und wir sind stolz auf sie.“ Viele Mitarbeiter von Unternehmen der Region arbeiten nun von Zuhause aus, um das Infektionsrisiko zu senken.

Für Fabian steckt darin eine Chance: „Wir arbeiten mobiler. Wir arbeiten digitaler. Und das wird uns nach der Krise wirklich voranbringen.“ Das Gebot der Stunde sei Achtsamkeit, auf Kollegen, andere Mitmenschen, auf die Familie.

Das sagt Eintracht-Präsident Sebastian Ebel

Liebe Braunschweigerinnen und Braunschweiger,

schreckliche Nachrichten erreichen uns heute unter anderem aus Italien und Spanien, aber auch aus Deutschland. Über 1000 Verstorbene an einem Tag.

Langsam rollt die Corona Welle auch auf uns zu. Noch kommt das Gesundheitssystem damit klar. Wir alle gemeinsam versuchen, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, damit unser Gesundheitssystem nicht zusammen brechen wird.

Mutmacher Ebel
Mutmacher Ebel

Ich war heute kurz draußen, die Straßen waren leer, die vielen Apelle scheinen zu wirken. Das macht mir Mut. Ich erlebe viel Angst und Sorge, um die Eltern, die Großeltern, um sich selber, um Freunde aber auch um den Arbeitsplatz, die eigene wirtschaftliche Situation. Ich kann dies gut nachvollziehen.

Und ich sehe so viel Ermutigendes: Ärzte, Krankenschwestern, Sprechstundenhilfen und Sanitäter die sich mutig und entschlossen der Bedrohung entgegenstellen. Die Politik in Braunschweig, allen voran unser Oberbürgermeister, die unbürokratisch Entscheidungen trifft, um die Behandlungskapazitäten deutlich zu erhöhen. Kirchengemeinden, die sich um die Schwachen Sorgen.

Ich erlebe viel Vernunft, Solidarität, Liebe für den Nächsten: in der Familie und im Freundeskreis Gute und wärmende Gespräche, Eintracht Fans, die mit Partner den Lebensmitteleinkauf für die besonders Schutzbedürftigen organisieren. Die Eintracht Mitarbeiter und unsere Spieler, die mit ihrem Gehaltsverzicht, das Überleben des Vereins ermöglichen. Die Kassiererin heute Morgen, mit ihren fröhlichen Worten, der Einsatz von vielen Tausenden von Tui-Mitarbeitern, die trotz Gehaltsverzichts alles nur erdenkliche unternehmen, um unsere Kunden sicher nach Deutschland zurückzuholen, Unternehmer, die mit allergrößtem Einsatz versuchen, ihr Unternehmen und dessen Arbeitsplätze zu retten.

Dieses Miteinander, diese Solidarität, dieser Einsatz macht mir Mut für Morgen. Ich erlebe, was wirklich wichtig ist. Vielleicht hatten wir das ein wenig vergessen.

Trotz aller Sorgen wünsche ich mir, dass wir gemeinsam die schwere Zeit durchstehen und die Chancen für das neue Miteinander nutzen.

Vor unserem Staatstheater blühen aktuell wunderschön die Zierkirschen. Diese Frühlingsboten kündigen die hellen Jahreszeiten an. Auch das gibt mir Mut für morgen.

Das sagt der Landesentwicklungs-Beauftragte Matthias Wunderling Weilbier

Mutmacher Matthias Wunderling Weilbier
Mutmacher Matthias Wunderling Weilbier

Der Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung, Matthias Wunderling-Weilbier, hat die Bürger dazu aufgerufen, alles zu tun, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. „Ich bitte Sie herzlich, sich engagiert zu beteiligen, wenn es darum geht, die Maßnahmen einzuhalten. Vermeiden Sie soziale Kontakte. Es ist die einzige Möglichkeit, um die Ausbreitung dieses Virus zu behindern“, sagt Wunderling-Weilbier im Video für unsere Aktion #mutmacher.

„Das Land Niedersachsen, unsere Republik ist ein starkes Land. Wir stellen uns dieser Herausforderung, und wir werden Lösungen erarbeiten, die letztendlich dazu dienen, dass wir durch diese Krise kommen können.“ Wunderling zeigte sich überzeugt: „Wir werden gemeinsam diesen schwierigen Weg gehen – und wir werden ihn erfolgreich gehen!“

Das sagt IHK-Präsident Helmut Streiff

Mutmacher Helmut Streiff
Mutmacher Helmut Streiff

IHK-Präsident Helmut Streiff hat die Bürgerinnen und Bürger angesichts der Corona-Krise um Vertrauen und Geduld gebeten. „Ich habe Vertrauen in unsere Forschung, in unsere Wirtschaft und in Personen wie Dietmar Hopp, der mit CureVac vielleicht den richtigen Impfstoff entwickelt. Lassen Sie uns mit Blick auf diese schwierige Zeit verantwortungsvoll handeln und das beste hoffen“, sagte der Braunschweiger Unternehmer in seinem Videobeitrag zu unserer Aktion #mutmacher.

Streiff lobte ausdrücklich die Vorsorge durch die Behörden. Bund, Land und Kommunen handelten mit großer Weitsicht, auch wenn die Dauer der Schließung schwer zu bewältigen sei. „Das Corona-Virus stellt uns vor die größte Herausforderung, die ich bisher erlebt habe“, sagte er. Klar sei, dass „Nachregelungen bei der Schließung von Betrieben unbedingt erforderlich sind“. Der Onlinehandel könne den Wettbewerb verzerren. Streiff appellierte an die Verbraucher, auf Hamsterkäufe zu verzichten. „Die Lebensmittelversorgung ist gesichert. Hamsterkäufe sind für mich unverständlich. Wir sollten aufgrund dieser Situation besonnen agieren.“

Das sagt Ministerpräsident Stephan Weil, um Mut zu machen

Mutmacher Stephan Weil
Mutmacher Stephan Weil

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die Bürger Niedersachsens aufgerufen, Zusammenhalt und Disziplin zu üben. In einer Videobotschaft für unsere Aktion #mutmacher sagte Weil, nur so könnten wir der Bedrohung durch das Corona-Virus begegnen. Was hilft, sei „ein Staat, der erkennbar in der Lage ist, seine Regeln auch durchsetzen“, vor allem aber auch „eine Gesellschaft, die mitmacht, die sich solidarisch zeigt, die weiß: jetzt müssen wir uns alle ein wenig diszipliniert verhalten, damit viele Menschen in unserer Gesellschaft eine gute Perspektive haben“.

Er habe volles Zutrauen in unser Gesundheitssystem. Es komme darauf an, dass jeder , der seiner Hilfe bedürfe, sie auch erhalten könne. Weil sagte: Wir brauchen ganz praktische, mitmenschliche Solidarität. Zusammenhalt. Zusammengehörigkeit.“

Er bitte alle, mitzumachen – „durch das eigene Beispiel, die Zahl der sozialen Kontakte zu reduzieren, aber auch durch Nachbarschaftshilfe, durch Hingucken, durch Zuwendung. Und wenn man mit einem Menschen nicht persönlich sprechen darf, dann kann man immer noch mit ihm telefonieren und ihm auf diese Weise zeigen: Wir denken an Euch.“ Weil schloss seine Botschaft mit dem Satz: „Bitte machen Sie alle mit, dann schaffen wir das auch zusammen.“

Die weiteren Videobotschaften unserer Aktion #mutmacher

Mutmacher: Probst Dedekind
Mutmacher- Probst Dedekind

740 Fälle von Coronavirus sind in Niedersachsen bestätigt

Mutmacher Frank Ordon vom JKI
Mutmacher Frank Ordon vom JKI
Mutmacher Hennig Brandes
Mutmacher Hennig Brandes
Mutmacher Wolf-Michael Schmid
Mutmacher Wolf-Michael Schmid
Mutmacher Thomas Hofer
Mutmacher Thomas Hofer
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