„Solche Verbrechen wiederholen sich überall“

An der Grenze stehen sich in Panmunjeom in der demilitarisierten Zone (DMZ) zwischen beiden Koreas Südkoreanische (vorne) und Nordkoreanische Soldaten (hinten) gegenüber.

Foto: Maurizio Gambarini/dpa

An der Grenze stehen sich in Panmunjeom in der demilitarisierten Zone (DMZ) zwischen beiden Koreas Südkoreanische (vorne) und Nordkoreanische Soldaten (hinten) gegenüber. Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Seoul  Zu „Nordkoreanische Soldaten schießen auf Kameraden“ vom 23. November:

In der Zeitung vom 23. November drängte sich die Verbindung zwischen zwei Artikeln auf: dem Bericht „Nordkoreanische Soldaten schießen auf Kameraden“ und dem Bericht über den Vortrag der früheren Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR, Marianne Birthler. Frau Birthler schätzte „die Erinnerungskultur an die Jahrzehnte der Diktatur in der DDR“ als „in der gesamten Bundesrepublik lebendig und ausgeprägt“ ein. Die Fragestellung von Frau Birthler, was Europa aus dem Jahr 1989 lernen könne, müsste jedoch über Europa hinaus erweitert werden. Das große Interesse am Umgang der Bundesrepublik mit der DDR-Diktatur äußerte sich auch in einem starken Informationsbedürfnis Südkoreas zur ehemaligen Erfassungsstelle der Landesjustizverwaltungen in Salzgitter. Auch Südkorea erwägt, die Menschenrechtsverletzungen durch Nordkorea zu registrieren. Betrachtet man das Foto von der Flucht eines nordkoreanischen Soldaten nach Südkorea – das an Vorfälle an der ehemaligen DDR-Grenze erinnert – bestätigt sich, dass sich solche Verbrechen gegen die Menschlichkeit leider überall auf der Welt wiederholen und wie wichtig es deshalb ist, sich für Freiheit, Recht und Demokratie einzusetzen.

Angelika Grasemann, Braunschweig

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