„Egoismus war im Tanz gut dargestellt“

Szene aus der vierten „tanzwärts“-Produktion „ich & ich ich“.

Foto: Bettina Stöss/stage picture

Szene aus der vierten „tanzwärts“-Produktion „ich & ich ich“. Foto: Bettina Stöss/stage picture

Braunschweig  Zu „Die Kraft des Kollektivs“ vom 4. Dezember:

Das Staatstheater Braunschweig hat vor einiger Zeit etwas sehr Feines ins Leben gerufen: das Laientanztheaterprojekt „tanzwärts“. Ich habe eine Vorstellung von „ich & ich & ich“ gesehen und bin begeistert. Was die Tänzer auf der Bühne zeigten, war grandios! Das war Tanztheater auf hohem Niveau. Das war Tanzkunst! Die anspruchsvolle Choreographie wurde vom gesamten Ensemble mit beeindruckender Bravour umgesetzt. Das Thema „Egoismus“ fand ich sehr wohl auch inhaltlich im Tanz dargestellt. Eckige, kantige Bewegungen drückten Unnahbarkeit und Abgrenzung aus. Immer wieder brachen Einzelne aus der Synchronizität aus. – Und: Sind wir Menschen bei all unserer Unterschiedlichkeit nicht einander auch sehr ähnlich? Im Leben geht es immer um Zugehörigkeit, auch beim Egoisten. Ich verbeuge mich tief vor dem gesamten Ensemble.

Beate Brandt, Braunschweig

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