„Schulden würden vergemeinschaftet“

Der französische Präsident Emmanuel Macron bei einer Rede in Algier.

Foto: Zohra Bensemra/rtr

Der französische Präsident Emmanuel Macron bei einer Rede in Algier. Foto: Zohra Bensemra/rtr

Brüssel  Zu „Brüssel will EU-Minister für Finanzen“ vom 7. Dezember:

Herr Macron hat diesen Wunsch ins Spiel gebracht, und die EU-Kommission greift ihn schnell auf, um das Eisen zu schmieden, solange es heiß ist. Ein europäischer Finanzminister muss her, angeblich um zukünftig besser auf Wirtschaftskrisen in der EU reagieren zu können. Das geht natürlich nur, wenn dieser Minister Zugriff auf die Haushalte der Mitgliedstaaten bekommt, vor allem der Staaten, die wirtschaftlich erfolgreich sind. So lassen sich die von den Menschen in diesen Ländern erwirtschafteten Gelder schnell und ohne parlamentarische Umwege in defizitäre und überschuldete Länder umleiten. Es ist das alte Ziel einer Vergemeinschaftung der Schulden, welches hier klammheimlich unter falschem Vorwand durchgesetzt werden soll. Dass man aus den süd- und südosteuropäischen Ländern keinen Widerspruch hört, liegt in der Natur der Dinge. Hoffentlich bleibt die neue Bundesregierung hart in diesem Punkt, damit Deutschland auch in Zukunft eigenständig über seine Finanzen verfügen kann.

Georgis Zech, Wendeburg

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