Gute Richter statt Kinderstrafrecht

Eine künftige Arrestanstalt für jugendliche Straftäter in Berlin. Statt eines Kinderstrafrechts fordert ein Leser mehr gut ausgebildete Jugendrichter.

Eine künftige Arrestanstalt für jugendliche Straftäter in Berlin. Statt eines Kinderstrafrechts fordert ein Leser mehr gut ausgebildete Jugendrichter.

Foto: Alexander Prautzsch / dpa

Zu „Anwalt fordert Kinderstrafrecht“ vom 20. März:

Junge Täter sollen nicht in Haft, aber bestraft werden. Gerecht oder ungerecht – das muss jeder Richter und Schöffe für sich entscheiden. In dem Artikel bekommt man den Eindruck, dass täglich ungerechte Fehlurteile gesprochen würden. Gerade im Jugendstrafrecht aber wird bei Prozessen, die mit einem hauptamtlichen und zwei Laienrichtern (Schöffen) besetzt sind, besonders feinfühlig mit der Sache umgegangen.

Jede Tat ist individuell und muss unterschiedlich gesehen und behandelt werden. So kommt es auch vor, dass nach einer Bewährungsstrafe oder Auflagen eine Jugendarreststrafe ausgesprochen wird.

Daneben werden im Jugendstrafrecht alle Strafverfahren von den Jugendämtern begleitet. Natürlich kann in unserem Rechtssystem auch mal ein falsches und zu mildes Urteil gesprochen werden, dies ist aber nicht die Regel.

Strafverteidiger Benecken, der bundesweit durch Funk und Fernsehen bekannt ist, weil er Prominente vor Gericht vertritt, will doch nur eines: sein Buch verkaufen. Was wir brauchen sind zusätzliche gute Richter aber kein Kinderstrafrecht.

Horst-Dieter Steinert,
Braunschweig

Zu „Experten befürchten mehr Abtreibungen bei Down-Syndrom“ vom 21. März:

Es ist eine Frechheit, dass diese sogenannten Experten verhindern wollen, dass die Bluttests zur Feststellung von Trisomie 21 allen Frauen als Kassenleistung zugänglich werden. Die Frauen, welche sich den Bluttest nicht leisten können, sollen also weiterhin den viel risikoreicheren und teureren von der Krankenkasse bezahlten Fruchtwassertest hinnehmen. Ich hoffe, dass diese Bluttests nicht nur für Risikoschwangere zur Kassenleistung werden, sondern für alle Schwangeren. Alles andere wäre vollkommener Schwachsinn.

Carola Schmidt, Didderse

Zum Leserbrief „Elektromobilität ist ein Milliardengrab“ vom
21. März:

Der Leserbrief des Herrn Bock sagt endlich, entgegen der Meinung der sogenannten Experten, Politiker und Konzernlenker, wie es sich mit der E-Mobilität wirklich verhält.

Ich habe schon vor Monaten darauf hingewiesen, dass im Küstenbereich Strom im Überfluss vorhanden ist, teilweise jedoch verschenkt werden muss.

Dieser Strom kann auch zur Erzeugung von Wasserstoff genutzt werden. Entsprechende Technik ist auf dem Markt vorhanden und wird schon genutzt. Zur Lösung der Probleme sind keine Politiker und Lobbyisten gefragt, sondern fähige Ingenieure. Davon gibt es genug.

Uwe Dahms, Salzgitter

Zu „Volkswagen verweigert AfD Rabatt“ vom 20. März:

Die Kritik der AfD an Volkswagen kann inhaltlich nicht überzeugen, schließlich arbeiten in Wolfsburg seit langem zum Beispiel sehr viele italienischstämmige Familien. Auf diese dürften Aussagen wie von Alexander Gauland ziemlich befremdlich und auch respektlos wirken.

Gauland begründet die Ablehnung der doppelten Staatsbürgerschaft vor allem damit, dass man angeblich nur ein Vaterland haben könne.

Deshalb handelt der Konzern im Sinne des Zusammenhaltes seiner Belegschaft, wenn er den Begriff der politischen Neutralität nicht mit einer beliebigen Gleichgültigkeit verwechselt, zumal gelebte Werte mehr denn je als Anspruchsanker in das moderne Wirtschaftsleben gehören!

Rasmus Helt, Hamburg

Zum Leserbrief „Schüler demonstrieren, VW baut SUV“ vom 21. März:

Dem Leserbrief von H. Christlieb kann ich nur voll zustimmen. Wobei nicht nur VW auf die unsäglichen SUV setzt.

„Der Kunde möchte das so“, beziehungsweise „Der Markt ist da“, heißt es. Wenn das verantwortungsvoll ist, wo fängt dann Verantwortung für Klima und Umwelt an?

Es gab mal ein Lied, gesungen von dem niederländischen Liedermacher Robert Long. Textzeile: „Feste Jungs, macht nur weiter so, ihr bekommt schon alles kaputt.“

Es hat sich fast nichts geändert. Die Schüler müssten noch viel vehementer protestieren. Sie sind die Zukunft, und sie haben berechtigterweise Sorge darum.

Heinrich Kampani, Lengede

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