„Essen und Atmen einstellen“

In Südkoreas Hauptstadt Seoul demonstriert ein Junge mit Mundschutz für Klimaschutz. Würden wir den CO2-Ausstoß auf Null reduzieren, müssten wir aufhören zu essen und zu atmen, meint ein Leser.

In Südkoreas Hauptstadt Seoul demonstriert ein Junge mit Mundschutz für Klimaschutz. Würden wir den CO2-Ausstoß auf Null reduzieren, müssten wir aufhören zu essen und zu atmen, meint ein Leser.

Foto: Lee Jin-Man / dpa

Zu den „Fridays for Future“-Schülderdemos

Nach dem Vorbild von Greta aus Schweden erhalten unsere Schüler nun jeden Freitag frei, damit sie für das Wetter und die Umwelt demonstrieren können. Die Forderungen werden immer kurioser: Neuerdings will man den CO2-Ausstoß auf Null senken. Wir sollen also das Essen und das Atmen einstellen. Andere möchten endlich das Perpetuum Mobile einführen.

Wenn man sich mit Geologen oder Meteorologen unterhält, dann hört man von denen: „Ein größerer Vulkanausbruch pustet weltweit mehr CO2 und NO2 in die Atmosphäre als die ach so böse Industrie“. „Die Erwärmung der Weltmeere erfolgt weltweit durch die hunderte, wenn nicht sogar tausende im Meer versteckten Vulkane“.

Vor 60.000 Jahren begann die Eiszeit, die etwa 40.000 Jahre dauerte. Welche Industrie war dafür verantwortlich? Fast alle Dinosaurier sind ausgestorben. Echsen und Krokodile sind die kümmerlichen Reste.

Einen Anstieg des Meeresspiegels wird es nicht geben. Es gibt immer wieder Meeresteile, die durch Heben bzw. Senken des Landes oder des Meeresbodens sichtbar werden oder verschwinden.

Helmut Pietsch, Braunschweig

Ebenfalls dazu:

Es ist zu begrüßen, dass junge Leute bereit sind, sich für ein Thema zu engagieren, aber warum reden verantwortungslose Menschen diesen Kindern nur den Irrsinn ein, sie müssten den Planeten retten? Das Einzige wofür sie die Schule schwänzen und auf die Straße gehen, ist der Erhalt der persönlichen Wohlfühlzone des Menschen, mehr nicht. Die Erde hat schon ganz andere Klimaveränderungen ohne die Hilfe von Schulschwänzern er- und überlebt. Und wer glaubt, unser derzeitiges Klima sei eine Art Ziel- oder Endpunkt in der Evolution, der hat bei diesem Thema offensichtlich auch die Schule geschwänzt, sonst wüsste er es besser.

Matthias Crome, Ringelheim

Zu „Unsere Stärke war nicht das Gehorchen“ vom 13. März:

Ein guter Artikel, der Erinnerungen wachruft, besonders an den 17. Juni in der DDR und daran, dass wir Ehemaligen aus der DDR, es etwas anders sehen. Mit dem Gehorchen oder nicht war das eine andere Sache. Besonders in den Jugendwohnheimen gab es viele Zwänge, die bis heute nicht aufgearbeitet worden sind.

Als Zeitzeugin und ehemaliges Heimkind in der DDR schreibe ich zurzeit ein Buch.

Dafür, dass ich in der Nikolaikirche in Leipzig zur Jungen Gemeinde ging, wurde ich bestraft.

Als Jugendkorrespondentin der Leipziger Volkszeitung musste man in der FDJ sein. Im Lehrbetrieb Deutsche Graphische Werkstätten sollte ich in die GST (Gesellschaft Sport und Technik) eintreten, was ich verweigerte.

Nach dem 13. Juni 1953 gelang mir die Flucht über Berlin nach Braunschweig. Menschen, auch mein Lehrer aus der Gutenbergschule, Leipzig, zeigten Zivilcourage, nachdem ich bei einem Fluchtversuch ertappt wurde, kurz im Gefängnis war und mit Sicherheit in eine Einrichtung in Torgau oder einen Jugendwerkhof gekommen wäre. Übrigens war die Notlage nach dem Krieg in der DDR schlimmer als in der BRD. In der DDR wurden die Lebensmittelkarten erst 1958 abgeschafft, in der BRD bereits 1950.

Über die NS-Zeit wurde zu meiner Zeit, in den 50er Jahren, in der Schule in Leipzig nicht gesprochen. Die Todesstrafe wurde in der DDR erst 1987 abgeschafft.

Charlott Ruth Kott, Braunschweig

Zu „Merkel will eigenen Flugzeugträger“ vom 12. März:

Es ist doch völlig klar, dass Frau Merkel unbedingt einen eigenen Flugzeugträger braucht. Womit sonst sollte sie die ewig defekten Regierungsmaschinen denn immer wieder aus aller Welt zurück nach Deutschland holen?

Ulrike Vogel, Wolfenbüttel

Ebenfalls dazu:

Frau Bundeskanzlerin, ich schlage Ihnen vor, dass Sie damit beginnen, zwei Träume zu träumen, von deren Verwirklichung die Welt sehr viel mehr hat!

Traum Nr. 1: Sie sollten beginnen, davon zu träumen, dass das auch von Deutschland anlässlich seines Beitrittes zur UNO mit der UN – Charta unterzeichnete Versprechen „Wir, die Völker der Vereinten Nationen, sind fest entschlossen, künftige Generationen vor der Geißel des Krieges zu bewahren!“endlich in die Tat umgesetzt wird. Sie könnten Ihren Außenminister beauftragen, eine entsprechende Resolution in den Weltsicherheitsrat einzubringen.

Traum Nr. 2: Sie sollten ebenfalls beginnen, davon zu träumen, die europäische Zwillingshauptstadt Brüssel/Straßburg und die deutsche Zwillingshauptstadt Bonn/Berlin zu jeweils einer Hauptstadt zu vereinigen, damit die Millionensummen zur Begleichung der Reisekosten der Politiker endlich eingespart werden können.

Das, Frau Bundeskanzlerin, sind zwei Träume, für deren Erfüllung die Europäer Ihnen dankbar sein werden – und vor allem die europäischen Steuerzahler.

Im Übrigen: Wer sich einen Flugzeugträger leistet, braucht auch Zerstörer und U–Boote, um ihn zu beschützen. Das Projekt wird also zur Freude der zahlenden Finanzminister noch teurer werden!

Träumen Sie also lieber Traum Nummer eins zu Ende, dann brauchen Sie auch keinen Flugzeugträger und die ganze Welt wird Ihnen dankbar sein!

Nun müssen Sie nur noch den waffenexportfreudigen Emmanuel Macron überzeugen!

Otfried Schrot, Ronnenberg

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (3)