„Wunderbare junge Schüler“

Demonstrierende Schüler während des Klimaschutz-Streiks der Schüler am Freitag auf dem Schlossplatz in Braunschweig. Am Rande der Demo beobachtete eine Leserin Fehltritte.

Demonstrierende Schüler während des Klimaschutz-Streiks der Schüler am Freitag auf dem Schlossplatz in Braunschweig. Am Rande der Demo beobachtete eine Leserin Fehltritte.

Foto: Florian Kleinschmidt / BestPixels.de

Zur Schülerdemo am 15. März:

Wie viele wunderbare junge Schüler leben in unserer Stadt! Sie setzen sich sehr kreativ für den Erhalt unserer Lebensgrundlage ein. Dafür ein herzliches Danke.

Befremdlich fand ich allerdings den Umgang einiger Demonstranten mit sich selbst: Kurz nach zehn Uhr Bier- und anderer Alkoholkonsum, Zigarettenkippen galant auf dem Boden vergessen, Brötchentüte nicht aufgehoben...

Unser Planet kann nur überleben, wenn jeder die eigene Haltung überdenkt und die Verantwortung für sich selber und das persönliche Umfeld übernimmt.

Edna Cordts-Seeländer, Braunschweig

Zu „Schnellere Termine für Kassenpatienten“ vom 15. März:

Für mich stellt sich die Frage, was daran so schwer ist, die Bevorzugung der Privatpatienten zu beenden, bzw. den Abbau der Zweiklassenmedizin voranzutreiben.

Der Hauptgrund, weswegen Privatpatienten bevorzugt werden, besteht doch darin, dass diese Patienten erheblich besser abgerechnet werden können als Kassenpatienten. Es ist doch verständlich, dass Ärzte und Therapeuten lieber Privatpatienten behandeln, wenn man doch für die gleiche Leistung und den gleichen Aufwand wesentlich besser bezahlt wird.

In welcher Sparte, außer der medizinischen, werden Unterschiede für ein und die gleiche Leistung gemacht? Eine Fensterfirma beispielsweise fragt bei Auftragserteilung auch nicht danach, ob der Auftraggeber in einer 2-Zimmer-Wohnung, einem einfachem Einfamilienhaus oder in einer Luxusvilla lebt. Ein einfaches Fenster hat seinen Preis, und wer es bestellt muss diesen Preis zahlen – egal, wer er ist. Auch ein Brot kostet für alle das gleiche. Warum werden also im Gesundheitswesen so gravierende Unterschiede gemacht?

Eine Leistung muss für jeden Patienten gleich honoriert werden. Dann ist den Ärzten und Therapeuten auch egal, wie der Patient versichert ist.

Sonka Wendenburg-Winter, Wolfenbüttel

Zum Leserbrief „Schüler sollten auf Flugreisen verzichten“ vom 15. März:

Den Leserbrief möchte ich zum Anlass nehmen für ein paar allgemeine Zeilen zur medialen Berichterstattung über den Klimawandel. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) stellte 2013 fest, dass 14,5 Prozent der durch den Menschen verursachten Treibhausgasemissionen auf die Nutztierhaltung zurückzuführen sind. Das ist mehr, als auf den gesamten weltweiten Verkehrssektor (14 %) entfällt.

Dabei blieben seitens der FAO einige wichtige Faktoren sogar noch unberücksichtigt, darunter der komplette Bereich der Aquakulturen. Dennoch spielt die Nutztierhaltung als eine der Hauptursachen des Klimawandels in der öffentlichen Wahrnehmung so gut wie keine Rolle.

Ähnlich verhält es sich in Bezug auf die Feinstaubbelastung: 45 Prozent entfallen hier, so das Max-Planck-Institut nach Auswertung von 40 Studien, auf die Landwirtschaft und insbesondere auf die Massentierhaltung. Auf das Konto des Verkehrs, so wichtig es ist, auch hier anzusetzen, gehen lediglich 20 Prozent.

Ich hoffe, dass sich diese Erkenntnisse in der Berichterstattung der Braunschweiger Zeitung zukünftig stärker widerspiegeln und in der Folge die Auswirkungen der Nutztierhaltung stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit vordringen werden. Ein Klima- und Umweltschutz ohne den bedeutsamen Faktor Ernährung ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Dirk Jessen, Braunschweig

Zu unserer Titelseite am 14. März:

Als großer und vielseitiger Sportanhänger interessiert mich täglich als erstes der Sport in der BZ. Dabei kommt der erste Anreiz oft schon auf der Titelseite, wo häufig Sportfotos – überwiegend von unseren Eintracht-Fußballern – abgedruckt sind. Bei der Bedeutung der Eintracht für den Sport von Braunschweig und Region ist dies auch verständlich.

Bei der Ausgabe vom 14. März war ich dennoch sehr erstaunt und enttäuscht, dass kein Foto und nicht einmal ein kurzer Bericht von Arnd Peiffers sensationellem Weltmeistererfolg im Biathlon auf der Titelseite zu finden war.

Natürlich ist die Platzierung des Eintracht-Unentschieden mit der fantastischen Leistung von Jasmin Fejzic auf dem Titelblatt richtig, aber weiter wäre der besondere Erfolg eines Sportlers aus unserer Region besser gewesen als die Niederlage von Bayern. Sicher, das Ergebnis war überraschend und sicher eine Meldung wert, dennoch ist Peiffer nach meiner Einschätzung wichtiger.

Wolf-Dieter Schuegraf, Braunschweig

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