Geldautomaten sind zu leicht zu knacken

In der Hauptpost in Wolfenbüttel am Harztorwall wurde ein Geldautomat der Postbank gesprengt.

In der Hauptpost in Wolfenbüttel am Harztorwall wurde ein Geldautomat der Postbank gesprengt.

Foto: Karl-Ernst Hueske

Zu „Schon wieder Automat gesprengt“ vom 22. März:

Seit langem schmunzele ich über die Naivität der Geldautomatenbauer. In letzter Zeit allerdings vergeht mir das Schmunzeln angesichts der sich häufenden Vorfälle.

Wie kann denn jemand so naiv sein, eine Kiste voller Geld in einem rund um die Uhr zugänglichen Raum aufzustellen? Was haben sich die Verantwortlichen dabei gedacht? Dass nicht alle Menschen auch gute Menschen sind, hätte wohl auch der Dümmste mitbekommen können.

Dabei ist das Problem relativ einfach zu lösen: Der Geldvorrat gehört natürlich nicht in eine Blechkiste im Vorraum einer Bank, sondern ganz oben unter das Dach, und in einem frei zugänglichen Raum befindet sich nur ein Bedienpult. Der Transport der Scheine von oben nach unten ist ein technisch längst gelöstes Problem, welches natürlich einige Euro kostet, aber nie und nimmer die bereits angefallene Schadenshöhe erreicht.

Wolfgang Frentzel, Wolfenbüttel

Zu „VW setzt immer stärker auf SUV“ vom 18. März:

Zum einen sollte jedem klar sein, dass nur das verkauft werden kann, was der Kunde will. Bei VW sieht man derzeit, dass die Zahlen für den Passat drastisch einbrechen. Er ist nicht mehr gewollt.

Nehmen wir an, die großen Automobil-Konzerne in Deutschland würden nur Fahrzeuge anbieten, die der Kunde nicht möchte, dann wären sie sehr schnell weg vom Fenster und die Arbeitslosenzahlen wären dramatisch. Außerdem würden sich die ausländischen Hersteller ins Fäustchen lachen.

Zum anderen ist ein SUV nicht immer mit einer großen Maschine ausgestattet und schleppt auch nicht viel mehr an Gewicht mit. Viele Mittelklasse Fahrzeuge haben einen höheren Spritverbrauch. Vielleicht mussten sich einige Eltern, deren Kinder jeden Freitag demonstrieren, einen großen SUV anschaffen, um den Pferdeanhänger/Sportanhänger ihrer Tochter/Sohn am Wochenende zu den Turnieren transportieren zu können?

Alfred Schubert, Braunschweig

Zu „Ich nutze Glyphosat mit gutem Gewissen“ vom 21. März:

Glyphosat ist und bleibt ein Ackergift, das sogar eventuell krebserregend ist, und kein „Pflanzenschutzmittel“. Glyphosat-Cocktails vernichten alles Grün, alle besprühten Pflanzen. Nur gentechnisch veränderte Nutzpflanzen sind dagegen resistent.

Da kann sich der Landvolkpräsident Herr Ulrich Löhr mit seinen Aussagen drehen und wenden wie er will, der Glyphosat-Einsatz ist eine Gefahr für Menschen, Insekten und Umwelt.

Herr Löhr sollte lieber mit gutem Beispiel vorangehen und auf dieses Gift verzichten. Neue und andere Wege gehen bedeutet auch, sich aus dem Bann der Agro-Chemie-Konzerne zu befreien. Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom. Die Großbäckerei Bosselmann in Hannover zahlt den Landwirten mehr Geld für ihr Brotgetreide, wenn diese generell auf Glyphosat verzichten. Diesem Beispiel sollten andere hiesige Bäcker und vor allem auch Landwirte folgen.

Friedrich Wilhelm Hansmann, Klein Twülpstedt

Ebenfalls dazu:

Ich hätte noch verstanden, wenn der Landvolk-Präsident Herr Löhr ausgedrückt hätte, dass die Nutzung von Glyphosat derzeit ohne Alternative ist (auch wenn ich das als Befürworter ökologischer Landwirtschaft als widerlegt betrachte). Aber dass er es „mit gutem Gewissen“ nutzt, halte ich für unverantwortlich.

Glyphosat ist ein Gift. Es tötet Pflanzen und schadet, wie nachgewiesen, lebenden Organismen. Der Hinweis auf eine in der Landwirtschaft normalerweise genutzte „ungefährliche Dosis“ ist Augenwischerei. Diese Perspektive geht davon aus, dass Glyphosat das einzige Gift ist, das auf uns Menschen einwirkt. In unserer Zivilisation trifft uns mittlerweile ein Cocktail von schädlichen chemischen Substanzen, die nicht getrennt von einander betrachtet werden dürfen.

Ich mag Herrn Löhr darum lieber raten, sein Landvolk zu ermutigen, den Wechsel in eine Nachhaltigkeit zu wagen und politisch für deren Förderung einzutreten, damit der Landwirt für den Wechsel Unterstützung erhält.

Klaus Walter, Königslutter

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