„Frauen fahren besser als Männer“

Am 23. Mai 1949 wurde die deutsche Verfassung unterzeichnet. Von 61 Männern – aber lediglich 4 Frauen.

Am 23. Mai 1949 wurde die deutsche Verfassung unterzeichnet. Von 61 Männern – aber lediglich 4 Frauen.

Foto: Jens Kalaene / dpa

Zu „Historikerin: Autofahrerinnen lange nicht ernst genommen“, vom 13. Mai:

Wenn Männer behaupten, sie könnten besser Auto fahren als Frauen, dann sollten sie dies auch im öffentlichen Verkehr mal

beweisen. Denn ich behaupte, dass viele Frauen besser fahren als das männliche Geschlecht.

Frauen fahren meist bedächtiger, halten sich meist an die Straßenverkehrsordnung, haben es nicht nötig, das Auto als Sexsymbol darzustellen. Wer fährt denn abends, nachts mit aufgemotzten Autos durch die Innenstadt, mit ohrenbetäubender, dröhnender Musik? Die Möchtegern-Männer. Und wenn man deren ,Fahrkünste‘ beobachtet, dann sollte man ihnen ganz schnell die Fahrerlaubnis abnehmen. Dazu kommen die Herren, die die gehobenen Autoklassen fahren und damit im Glauben sind, dass für sie die STVO nicht gilt. Leider beobachtet man immer häufiger, dass Frauen sich, wenn sie ein SUV unterm Hintern haben, dem Gehabe der Männer anpassen. Schade eigentlich.

Lothar Sommer, Braunschweig

Frauen wären beim Grundgesetz uneins


Zu: „Was wäre, wenn Frauen die Verfassung geschrieben hätten?“, vom 16. Mai:

Ist das nicht auch eine populistische Frage? Was wäre, wenn die Verfassung neu geschrieben würde, von Frauen? Ich wette, es gäbe
keine Einigung, auch wenn oder weil Frauen alles wollen. Nur leider jede etwas anderes, für sich. Wie kleingeistig ist das?Auch Frauen können nicht jede Frau gleich machen! Immer dieser Zusatz ,-Innen‘ unterstellt, dass die Betroff,Innen‘ sich ihres Geschlechts nicht bewusst sind. Verletzt das nicht sogar den Datenschutz? Hier wird wieder ein Hype gestartet, dem die emanzipierte Frau gerne folgt. Derlei Aufforderungen gehören zu ihrer Klientel, ihrer scheinbaren Bestimmung. Wer am Grundgesetz bastelt, vernichtet dessen Bedeutungswert. Was für ein Armutszeugnis. Wem sollen diese Veränderungen dienen? Populismus eben. Es fehlt noch, dass der Duden, der ja ständig aktualisiert wird, in Zukunft alle männlichen Substantive mit einem weiblichen Artikel versieht. Und was ich noch spannender finde: Wann kommen die Frauen auf die Idee, einen Gebär-,Vater‘ zu fordern, um auch hier in ein (Natur-)Gesetz einzugreifen? Aber diese Last tragen sie mit Würde. Daran wird nichts verändert. Oder doch?

Marion Pesenecker, Königslutter

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