„Schleuserkriminalität auf multinationaler Ebene bekämpfen“

Ein Migrant an Bord eines Bootes winkt in Richtung des Rettungsschiffs Open Arms der spanischen Organisation Proactiva Open Arms.

Ein Migrant an Bord eines Bootes winkt in Richtung des Rettungsschiffs Open Arms der spanischen Organisation Proactiva Open Arms.

Foto: Olmo Calvo / dpa

Zu „Europas Versagen im Flüchtlingsdrama“ vom 10. Juli:

Es ist hinreichend bekannt, dass die meisten Menschen, die illegal über das Mittelmeer nach Europa gelangen, von skrupellosen Schleuserbanden auf diesen lebensgefährlichen Weg gebracht werden. Man sollte die Geschleusten daher nicht als Flüchtlinge, sondern als Opfer bezeichnen. Sind sie auf dem Wasser, haben die kriminellen Menschenschieber bereits enorme Geldbeträge abkassiert. Ob die Menschen den ganzen Trip überstehen oder nicht, ist diesen gewissenlosen Verbrechern vollkommen gleichgültig. Geraten die geschleusten Menschen allerdings in Gefahr, ist ihnen jede Hilfe zu leisten. Aber der Weg darf auf keinen Fall nach Europa führen, sondern dorthin zurück, wo er begonnen hat. Noch mehr staatliche Hilfen für Menschen, die auf illegalen Wegen nach Europa strömen, dürften die Einnahmen der Schleuserbanden innerhalb kürzester Zeit bis ins Unermessliche steigern. Das vergrößert deren Anreize, noch mehr Menschen in Afrika zu überreden, den Weg über das Mittelmeer anzutreten.

Auf die afrikanischen Behörden muss von europäischer Seite unverzüglich und geschlossen massiver Druck ausgeübt werden, um gemeinsam die Schleuserkriminalität mit aller Härte bekämpfen zu können. Sollte die Zusammenarbeit verweigert werden, sind Sanktionen zu verhängen.

Claus-Peter Brasche, Braunschweig

Frau Rackete ist eine Handlangerin

Auch zu diesem Leserbrief:

Was ist bloß mit unserer Welt los? Jeder meint, er muss dem armen Schwachen recht geben – auch wenn viel Unheil durch Einschalten des Hirns vermieden werden könnte. Seenotrettung – ich bin gelernter Matrose der Handelsschifffahrt – ist, wenn Menschen unabsichtlich oder in der Seefahrt in Seenot geraten. Frau Rackete und ihre Gleichgesinnten sind in meinen Augen nichts weiter als Handlanger von Schleusern. Denn kein Boot würde so wie diese „Flüchtlinge“ es tun auf dem Mittelmeer fahren, wenn die Leute nicht wüssten, dass irgendwer sie schon herausholen wird.

Dass andere EU-Länder sich weigern, diese ganzen jungen Männer aufzunehmen, ist doch klar, wenn Deutsche sie anlanden.

Wolfgang Götze, Salzgitter

Wir tun den Ländern keinen Gefallen

Zum Leserbrief „Seenotrettung bedeutet etwas ganz anderes“ vom 8. Juli:

Ein Hoch auf den Autor dieses Leserbriefes. Ich bin einhundertprozentig seiner Meinung. Und wenn dann auch schon die vielen Minderjährigen abhauen – ja wer soll denn dann dort die Lage verbessern? Wir tun den Ländern hiermit wahrlich keinen Gefallen. Helfen ja, aber anders.

Waltraud Pfüller, Lehre

In Wahrheit kommt nur eine neue Steuer

Zum Leserbrief „,Eine Steuer im schönen Mäntelchen’“ vom 9. Juli:

Der Leserbriefschreiber hat völlig Recht. Die CO2-Abgabe ist in Wahrheit nur eine neue Steuer, die die Kassen füllt und nie wieder abgeschafft wird. Wir zahlen ja bereits seit Jahren Ökosteuern auf Benzin, Heizöl, Energie und so weiter – nun wird die CO2-Abgabe noch draufgesattelt.

Daneben ist diese neue Abgabe grob unsozial. Wer sich keine Energiesparinvestitionen leisten kann, um CO2 zu sparen, wird bestraft. Wir haben Jahre gespart, um eine Öl-Brennwertheizung einbauen zu lassen. Angeblich sollte eine Einsparung von bis zu 25 Prozent erreichbar sein – tatsächlich sind es etwa 10 Prozent.

Weitere 60 bis 70 Tausend Euro für Solarmodule, neue Fenster und Wärmedämmung hatten wir einfach nicht. Dann haben wir nach und nach elektrische Verbraucher auf Stromsparprodukte umgestellt. Leider rutscht man durch den Minderverbrauch in höhere Tarifklassen, so dass die finanzielle Einsparung gegen Null geht.

Thomas Martin, Wendeburg

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