„Wissen die eigentlich, was sie da tun?“

Björn Höcke, Spitzenkandidat der AfD bei der Landtagswahl in Thüringen. Leser Jochen Eckolt versteht nicht, wie man dort das Kreuz setzen konnte.

Björn Höcke, Spitzenkandidat der AfD bei der Landtagswahl in Thüringen. Leser Jochen Eckolt versteht nicht, wie man dort das Kreuz setzen konnte.

Foto: Martin Schutt / dpa

Zu „Linke gewinnt, AfD stark – Volksparteien in Thüringen abgestraft“ vom 28. Oktober:

Unfassbar! Eine Partei mit Björn Höcke an der Spitze wird zur zweitstärksten politischen Kraft in Thüringen gewählt!

Und das nur gut 70 Jahre nach dem Ende der Naziherrschaft in Deutschland. Wissen die Ostdeutschen eigentlich, was sie da tun? Entweder Sie ignorieren komplett die Reden und Ausfälle Höckes, oder, was viel schlimmer wäre, sie identifizieren sich damit!

Es kann doch nicht wahr sein, dass damit in der heutigen Zeit wieder die Verherrlichung völkischen und

nationalsozialistischen Gedankengutes ihren Rückhalt in der Bevölkerung finden.

Damals wurde das Volk durch rhetorisch durchgepeitschte und machterfüllte Auftritte verführt, und heute sieht es erschreckend ähnlich aus bei den Reden Höckes, wenn man die Begeisterungsstürme sieht! Dieses Wählerverhalten zerreißt Deutschland.

Jochen Eckolt, Braunschweig

Die Parteien wundern sich

Ebenfalls dazu:

Der Wähler hat entschieden und die Parteien wundern sich. Wenn sich der Wähler über die Regierungsparteien ärgert, gibt er seine Stimme einer anderen Partei. Aus Frust und Ärger sollte man aber nicht die AfD wählen, sondern überlegen, den „kleinen Parteien“ am Ende des Stimmzettels seine Stimme zu geben. Sie freuen sich über jeden Euro in der Parteikasse.

Klaus-Peter Förste, Braunschweig

Trumps abstoßender Kommentar

Zu „Trump erklärt IS-Anführer für tot“ vom 28. Oktober:

Al-Bagdadi war ein erbarmungsloser Terrorist und Mörder, und ich hege keine Sympathie für ihn, doch wie Trump die Tötung des IS-Führers kommentierte („winselte,heulte wie ein Hund“), hat mich abgestoßen, denn: Die Würde des Menschen ist unantastbar – das gilt auch für Verbrecher.

Ina Müller, Braunschweig

Besorgt zu sein, reicht nicht mehr

Zu „Resolutionen reichen nicht“ vom 24. Oktober:

Es besteht allgemeiner Konsens, dass die Erstarkung des völkischen Nationalismus auf die versäumte Aufarbeitung der Verbrechen Nazi-Deutschlands und mangelhafte politische Bildung zurückzuführen ist. Was tut die „Landeszentrale für politische Bildung Niedersachsen“? Von dieser Behörde müssten deutlich vernehmbare und wirksame Aktivitäten gegen Antisemitismus und Extremismus ausgehen. Besorgt zu sein, reicht nicht mehr

Karl-Heinz Ganghof, Salzgitter

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