Mehr Gelassenheit bei Corona!

Patienten, die mit sich mit dem Coronavirus (COVID-19) infiziert haben, sind in einem provisorischen Krankenhaus zu sehen.

Patienten, die mit sich mit dem Coronavirus (COVID-19) infiziert haben, sind in einem provisorischen Krankenhaus zu sehen.

Foto: Xiao Yijiu / dpa

Zum Artikel „70.000 Corona-Infizierte in China – VW-Fabriken stehen länger still“ vom 18. Februar:

Bezogen auf das 1,4-Milliarden-Volk-China handelt es sich bei 70.000 vom Corona-Virus Betroffene um 0,005 % (Provinz Hubei:
58 Millionen, ca. 4.800 Betroffene = 008 %, Wuhan: 11,8 Millionen Einwohner, ca. 3100 diagnostizierte Fälle = 0,026 %). Ich hätte mir gewünscht, auch das in meiner Zeitung zu lesen, es eröffnet einen neuen Blick. Das Problem zu bagatellisieren verbietet sich von selbst. Jeder Erkrankte und jede Gestorbene ist eine zu viel, und sich zu schützen ist selbstverständlich. Deshalb muss oberste Priorität haben die Ausbreitung zu verhindern. Ein Blick in die chinesische Presse zeigt, dass in China alles dafür getan wird. Im Vordergrund die Menschen. Ihre Gesundheit, bzw. Gesundung steht im Mittelpunkt. Obwohl ähnlich bedrohlich, wird über wirkungslose Antibiotika, Krankenhauskeime und tausende Grippetote bei uns nur sehr verhalten berichtet. Wünschenswert ist, beim Blick auf Corona das gleiche Maß anzulegen. Und ich plädiere für mehr Gelassenheit.

Heide Janicki, Braunschweig

Presse ist Merkmalder Demokratie

Zum Zitat des Tages von Friedrich Merz über die Medien:

Ich bin einigermaßen erschüttert über die Aussage von Friedrich Merz, herkömmliche Medien seien verzichtbar. Die freie Presse ist jedoch ein Merkmal der Demokratie und unabdingbar für die politische Willensbildung. Wenn Merz dies für entbehrlich hält, kann er für sich nicht mehr in Anspruch nehmen, Demokrat zu sein. Für die CDU wäre er damit untragbar bis in den letzten Ortsverband. Er sollte das unmissverständlich klarstellen.

Wilfried Ottersberg, Schandelah

Forderungen schaden dem Vergleich

Zur Debatte ums Dieselvergleichsangebot von Volkswagen:

50 Millionen für Anwaltshonorar nicht zahlen zu wollen, ist aus meiner Sicht verständlich. Wie ist der ausgehandelte Vergleich zu retten? Erstens: VW kürzt das Honorar bzw. die Anwälte verzichten auf (vielleicht) 40 Millionen, und dieser Betrag wird zusätzlich der Gesamt-Entschädigungssumme zugeschlagen. Eine andere Lösung wäre, das Honorar gerichtlich oder durch „Gutachter“ prüfen zu lassen. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen fordert, VW soll alle Kunden entschädigen. Solche Forderungen schaden nur dem (angestrebten?) Vergleich und der Klage. Vielleicht ist genau das ja beabsichtigt...? „Der Klagevertreter“ ist aber genau damit nicht beauftragt. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen soll den klagenden Kunden zum Erfolg verhelfen.

Genau das ist sein „Auftrag“ und nicht mehr.

Hans-Joachim Scherenhorst,

Bornum

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