Plastikproduktion verbieten!

Viele Einwegflaschen aus Plastik liegen auf einem Haufen. Ein Leser ärgert sich über die Idee der Plastiksteuer für Verbraucher.

Viele Einwegflaschen aus Plastik liegen auf einem Haufen. Ein Leser ärgert sich über die Idee der Plastiksteuer für Verbraucher.

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Zum Artikel „Kommt jetzt eine EU-Plastiksteuer?“ vom 19. Februar:

Endlich hat auch die EU eine Möglichkeit gefunden, ihren verschwenderischen Haushalt wieder gut aufzufüllen, zumal ja durch den Brexit da wohl ein Loch entstanden ist. Es ist schon schlimm genug, dass wir mit jedem Produkt, welches wir verzehren, Plastik mit in der Nahrungskette aufnehmen. Da wäre es doch ein Leichtes, wenn genau diese EU die Plastikproduktion verbietet und bei Missbrauch die Produktionsrechte für den Inhalt diesem Produzenten der Plastikbehälter entzieht. Wie schnell würde man in der Verpackungsmittel-Industrie neue Innovationen wecken. Aber nein, das wäre nicht opportun. Man müsste ja dann auf Einnahmen verzichten. Also belegt man einfach diese Produkte mit einer zusätzlichen Steuer, die mit Sicherheit der Endverbraucher zahlen muss, ohne dass er bei einigen Produkten auf eine Alternative zurückgreifen kann. Mit anderen Worten: Es wird nicht bestraft, die Menschen mit diesen Produkten zu schädigen, sondern man lässt sich diese Duldung weiterhin mit einer Steuer bezahlen.

Karl Kurz, Salzgitter

Volksparteiim freien Fall

Zum Artikel „Röttgen will CDU-Chef werden“ vom 19. Februar:

Die überraschende Kandidatur eines Außenseiters im Haifischbecken der CDU steht für Profilierungstaktik eines von der Bundeskanzlerin abgesägten früheren Bundesumweltministers. Das aktuelle Beispiel aus Thüringen mit bundesrepublikanischer Auswirkung verdeutlicht den freien Fall einer ehemaligen Volkspartei, deren Wählerreservoir dramatisch schrumpft. Ob unter diesen Umständen die Bundeskanzlerin bis zum Ende der Legislaturperiode im Bundestag das Ruder in ihrer Partei noch steuern kann, scheint völlig offen zu sein?

Klaus Kunz, Rühen

Merz im politischen Abseits

Zu Friedrich Merz:

Friedrich Merz disqualifiziert sich selbst! Wenn ein Friedrich Merz sich zutraut, etwa 50 Prozent der AfD-Wähler zurückzugewinnen, dann hat er sich jetzt erst recht ins politische Abseits gestellt. Denn mit seiner Äußerung, bei der AfD handele es sich um „Gesindel“, diskreditiert er nicht nur Abgeordnete bzw. Mitglieder der Partei sondern auch kollektiv jeden Wähler dieser Partei. Darum wird Herr Merz nicht 50 Prozent zurückgewinnen, sondern eher 50 Prozent verlieren. Da nutzt ihm jetzt auch nicht mehr seine nachträgliche Relativierung dieser Äußerung!

Bernd Waltmann,

Lehre

Kinder müssengeschützt werden

Zum Artikel „Schüler-Chats im Visier der Ermittler“ vom 19. Februar:

Datenschutz und Informationsfreiheit scheinen mir heute die allerheiligsten der Menschenrechte zu sein. Wenn es aber gleichzeitig für jedes Kind – kinderleicht! – möglich ist, sich jeden Pornofilm, jeden Horrorfilm, jedes Video von echten Gräueltaten zu beschaffen und mit anderen auszutauschen, dann muss doch an diesem System ganz schnell etwas geändert werden. Ich dachte immer, Kinder müssten ganz besonders geschützt werden? Anscheinend nicht im Internet.

Franz Albert,

Wolfenbüttel

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