Wie ein Sicherheitsgurt

„Der Unterschied zwischen Maske und Sicherheitsgurt ist allerdings, dass man damit nicht sich selbst sondern seine Mitmenschen schützt.“

In den sozialen Medien wird die Angst geschürt, dass das Tragen einer Maske für Kinder gefährlich sei. Da wird sogar behauptet, Kinder seien im Schulbus mit Maske kollabiert und gestorben. Diese Meldungen sind nachweislich falsch. Natürlich ist es nicht so toll, beim Einkaufen erst eine Maske aufzusetzen. Aber ich denke, viele Kinder finden die bunten Masken sogar richtig cool.

Solange aus gesundheitlicher Sicht nichts dagegen spricht, schadet eine Mund-Nase-Bedeckung laut Ärzten Kindern auch nicht. Insgesamt erinnert mich die Diskussion um das Tragen einer Maske ein wenig an die Debatten um die Einführung des Sicherheitsgurts in den 1970er Jahren. Auch wenn ich selbst noch zu jung bin, um diesen Konflikt aktiv miterlebt zu haben. Liest man nach, fühlten sich auch damals manche Menschen durch das Anlegen dieses Gurts in ihrer Freiheit eingeschränkt – so wie heute durch das Aufsetzen eines kleinen Stückchen Stoffs.

Der Unterschied zwischen Maske und Sicherheitsgurt ist allerdings, dass man damit nicht in erster Linie sich selbst sondern seine Mitmenschen schützt. Heute machen sich die meisten Eltern keine Gedanken mehr darüber, ob sie sich und ihr Kind im Auto anschnallen – es wird einfach getan. Und wenn ein Mund-Nasen-Schutz dazu beiträgt, dass sich die Pandemie nicht weiter ausbreitet, finde ich das Masketragen auch für Kinder wichtig.

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