Pro

Vorsicht ist am wichtigsten

Es ist ein Seuchenjahr. Mit Böllern wird es nicht besser. Lassen wir 2020 so ausklingen, wie es seit März geboten ist: vorsichtig. Nicht krachend wie eh und je, sondern im Zeichen des Infektionsschutzes. Wenn alle immun und geimpft sind, haben wir einen guten Grund, es knallen zu lassen.

Zu Silvester ergibt ein Böllerverbot wie in Holland auch hierzulande Sinn . Wir haben so viele Einschränkungen erlebt, so viele Menschen haben wegen der Epidemie Probleme, da ist die Knallerei eine Randfrage, ihr Verbot nicht der Härtefall, sondern ein Luxusproblem. Daran hängt unsere Freiheit nicht. Die Lebensfreude etwa?

Ein Feuerwerk ist ein Anreiz, sich zu treffen. Wenn noch Alkohol im Spiel ist, kann der Jahreswechsel mit seinen Partys zum Superspreaderevent werden. Das gilt es zu vermeiden. Die Ärzte, Pfleger und Rettungshelfer in den Krankenhäusern wären für einen ruhigen Jahresausklang mit Minimalbesetzung in der Notfallambulanz dankbar – sie sind ausgepowert. Gleiches gilt für Feuerwehr und Polizei .

Durchsetzen lässt sich ein Böllerverbot am ehesten , wenn der Verkauf von Feuerwerkskörpern untersagt wird. Umgekehrt: Wenn die Pyrotechnik erst einmal allgemein zum Verkauf steht, erwerben sie die Leute auch . Und wenn sie sie kaufen, werden sie sie auch abfeuern. Die Polizei kann nicht überall anklopfen und den Partyschreck spielen. Und sie sollte es gar nicht erst versuchen (müssen). Wenn ein Verbot, dann bitte konsequent. Keine halben Sachen.

Lesen Sie hier das Kontra zum Thema: Ein Verbot ist grundfalsch!

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