Angeblicher Sprengstoff in Friesoythe war völlig harmlos

Friesoythe.  Im Landkreis Cloppenburg mussten mehrere Wohnhäuser evakuiert werden. Ein Mann hatte vermeintlichen Sprengstoff gefunden, am Ende war es harmlos.

Einsatzkräfte mussten nach einem vermeintlichen Sprengstofffund in Friesoythe mehrere Wohnhäuser evakuieren (Symbolbild).

Einsatzkräfte mussten nach einem vermeintlichen Sprengstofffund in Friesoythe mehrere Wohnhäuser evakuieren (Symbolbild).

Foto: Carsten Rehder / dpa

Nach dem Fund einer hochexplosiven Substanz in einer Wohnung in Friesoythe im Landkreis Cloppenburg haben Rettungskräfte am Wochenende mehrere Häuser evakuiert. Ein 37-Jähriger habe in der Wohnung seiner verstorbenen Eltern eine geringe Menge der Substanz entdeckt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Sprengstoff war völlig harmlos

Der vermeintliche Sprengstoff war allerdings völlig harmlos. Spezialisten des Landeskriminalamtes gaben am Montag endgültig Entwarnung, wie die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta mitteilte. „Bei dem gefundenen Stoff handelte es sich um eine ungefährliche haushaltsübliche Substanz, von der zu keiner Zeit eine Gefahr für andere Menschen ausging“, hieß es.

Erste Messergebnisse seien nicht eindeutig genug gewesen, um eine Gefahr auszuschließen, teilte die Polizei mit. Deshalb wurde der Stoff auf einen Acker außerhalb des Ortes gebracht und unter Zuhilfenahme von polizeieigenem Sprengstoff kontrolliert gesprengt.

Mann hatte Substanz selbst gekauft - und vergessen

Der Finder selbst habe die Substanz nach eigenen Angaben vor rund 20 Jahren gekauft und in der Wohnung, in der er früher selbst gewohnt habe, vergessen. Was der Mann mit dem Stoff ursprünglich vorhatte, war den Angaben zufolge zunächst unklar. Beim Aufräumen habe der Mann die Substanz wiedergefunden und die Polizei verständigt. Vorsorglich wurden das Mehrfamilienhaus und neun weitere angrenzende Gebäude evakuiert.

Mann greift Feuerwehrmann an

Gegen den 37-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachtes des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Er hatte früher auch in der Wohnung gelebt.

Bei der Evakuierung gab es eine unschöne Szene: Bei der Absperrung wollte ein 27-Jähriger die Absperrung nicht akzeptieren, wie es weiter hieß. Er habe einen Feuerwehrmann körperlich angegriffen und beleidigt. Gegen ihn wurden ebenfalls Strafverfahren eingeleitet. dpa

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