163.996 Corona-Infektionen in Niedersachsen – 4289 Tote

Hannover.  4289 Menschen aus Niedersachsen sind mit Corona-Infektion verstorben, es gibt 163.996 bestätigte Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz steigt auf 70,2.

Lesedauer: 14 Minuten
Weil der Corona-Impfstoff knapp ist, gibt es eine strikte Reihenfolge für die Immunisierungen. Ausgerechnet einige wenige Kommunalpolitiker und Klinik-Chefs halten sich aber nicht daran.

Weil der Corona-Impfstoff knapp ist, gibt es eine strikte Reihenfolge für die Immunisierungen. Ausgerechnet einige wenige Kommunalpolitiker und Klinik-Chefs halten sich aber nicht daran.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand / dpa

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist laut den Zahlen des Gesundheitsministeriums von Samstag, 27. Februar, auf 163.996 gestiegen. Das sind 970 mehr als am Tag zuvor.

4289 mit Sars-Cov-2 infizierte Patientinnen und Patienten aus Niedersachsen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Das sind 20 Todesfälle mehr als am Tag zuvor.

Auf Kreis- und Stadtebene liegen in Niedersachsen derzeit 20 Regionen unter dem 50er-Inzidenzwert: Aurich, Braunschweig, Celle, Friesland, Gifhorn, Goslar, Göttingen, Heidekreis, Helmstedt, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Oldenburg, Stadt Oldenburg (Oldb), Rotenburg (Wümme), Schaumburg, Stade, Verden, Wilhelmshaven, Wittmund und Wolfsburg.

Die gute Nachricht: Das Gesundheitsministerium schätzt, dass in Niedersachsen 147.343 der bislang gemeldeten und laborbestätigten Fälle wieder genesen sind.

So viele Corona-Todesfälle gibt es in Niedersachsen und der Region

In Niedersachsen sind 4289 Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden. Für unsere Region gelten folgende Zahlen:

Braunschweig: 120
Gifhorn: 150
Helmstedt: 64
Peine: 84
Salzgitter: 52
Wolfenbüttel: 70
Wolfsburg: 69

In unserer Region sind bislang 609 Menschen am beziehungsweise mit dem Coronavirus gestorben.

Eine detaillierte Übersicht findet sich auf der Website des Landes.

Corona-Gipfel am 10. Februar, diese Beschlüsse sind neu

Der Lockdown wird bis zum 7. März verlängert.

Lockerungen für Gastronomie und Handel soll es aber auch dann erst aber einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 geben.

Diese Öffnungen würde folgende Schritte umfassen:

  • die Öffnung des Einzelhandels mit einer Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden pro 20 Quadratmeter
  • die Öffnung von Museen und Galerien
  • sowie die Öffnung der noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungsbetriebe

Friseure sollen unter Auflagen ab dem 1. März wieder öffnen dürfen.

Über die Öffnung von Schulen und Kitas sollen die Länder in eigener Regie entscheiden.

Merkel will offenbar eine höhere Impfpriorität für Lehrer und Erzieher - außerdem fordert das Kanzleramt wohl Schnelltests an Schulen.

"Private Zusammenkünfte sind weiterhin nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet."

Bei den Kontaktbeschränkungen bleibt es bei der Ein-Freund-Regel: Die Zahl der Haushalte, aus der die weiteren Personen kommen, soll möglichst konstant und klein gehalten werden.

"Nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – sind weiterhin zu unterlassen."

In Geschäften und im Nahverkehr sind medizinische Masken weiter Pflicht.

Diese Corona-Regeln werden in Niedersachsen gelockert

- Die Kontaktregel, nach der sich ein Haushalt mit nur einer weiteren Person treffen darf, gilt grundsätzlich weiter. Allerdings wird die Altersgrenze bei der Ausnahme für Kinder angehoben. Bisher werden nur Kleinkinder bis drei Jahre nicht mitgezählt, künftig gilt das für zum Haushalt gehörende Kinder bis sechs Jahre. Den Grünen geht das noch nicht weit genug - sie forderten eine Ausnahmeregelung bis 14 Jahre.

- Klargestellt hat die Regierung außerdem, dass die Kontaktbeschränkung nicht für beruflich bedingte Fahrgemeinschaften gilt. Allerdings müssen die Beteiligten im Auto medizinische Masken tragen, um das Risiko einer Ansteckung mit dem Virus zu senken.

- Wer Kontakt zu Patienten oder Pflegebedürftigen hat, muss neuerdings ebenfalls eine medizinische Maske tragen - auch als Besucher. Das soll den Schutz dieser gefährdeten Gruppen erhöhen.

- Blumenläden und Gartencenter dürfen von Samstag an wieder öffnen. Die Vize-Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder, begründete den Schritt damit, dass es sich überwiegend um verderbliche Ware und saisonale Angebote handele. Für die Floristen kommt die Lockerung damit gerade noch rechtzeitig vor dem für die Branche wichtigen Valentinstag am 14. Februar. Das Nachbarland Hamburg hatte die Öffnung kritisiert und angesichts unterschiedlicher Regelungen vor einer „Lockerungskakophonie“ gewarnt.

- Öffnen dürfen auch Auto- und Fahrradhändler wieder - allerdings nur für Probefahrten, an denen auch immer nur ein Haushalt teilnehmen darf. Die Verkaufsstellen müssen geschlossen bleiben. Diese Lockerung gehe auf entsprechende Gerichtsentscheide zurück, erklärte Schröder.

- Vom 1. März an dürfen schließlich, wie von Bund und Ländern vereinbart, auch die Friseure wieder Haare schneiden.

Das neue Corona-Regelwerk ist bis zum 7. März befristet.

Was gelten aktuell für Corona-Beschränkungen in Niedersachsen?

Obwohl die Corona-Zahlen in Niedersachsen auch nach einem Wiederanstieg noch immer unter dem Niveau etlicher anderer Bundesländer liegen, gilt seit Montag, 25. Januar, der verschärfte Lockdown bis zum 7. März. Bund und Länder haben am 19. Januar folgende Verschärfungen beschlossen: Die Präsenzpflicht ist aufgehoben worden. Die Kontaktregeln bleiben gleich. Neu ist die Pflicht, in Geschäften und ÖPNV eine medizinische Maske zu tragen und, wenn möglich, ins Homeoffice zu wechseln. Alles zu den neuen Beschlüssen lesen Sie hier.

Corona-Maßnahmen: Welche Masken sind in Niedersachsen erlaubt?

In Niedersachsen gilt eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus seit dem 27. April. Seit dem 25. Januar gelten die von Bund und Ländern vereinbarten neuen Corona-Regeln. Dazu gehört eine verschärfte Maskenpflicht. In geschlossenen Räumen von Betrieben und Geschäften sowie im Nahverkehr sind statt Alltagsmasken nur noch medizinische Masken zulässig. Die Vorgabe gilt ausdrücklich auch für dazugehörige Parkplätze. Kinder bis einschließlich 14 Jahren dürfen allerdings weiterhin Alltagsmasken tragen. Kinder bis einschließlich fünf Jahren sind weiterhin gänzlich von der Maskenpflicht ausgenommen.

Wer in Niedersachsen gegen die Pflicht zum Tragen einer Maske etwa beim Einkaufen oder in Bus und Bahn verstößt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro.

Mehr dazu:

Ab wann greifen die verschärften Corona-Beschränkungen?

Die neue Corona-Verordnung gilt ab Montag, 25. Januar. Die seit 10. Januar geltenden Kontaktbeschränkungen wurden bis zum 7. März verlängert. Danach dürfen sich die Mitglieder eines Hausstands nur mit einer weiteren Person treffen - auch im Privaten. Ausnahmen gelten für Kinder bis sechs Jahre sowie für Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung.

Was gilt genau für Schulen und Kindergärten?

Leerer werden sollen auch die Schulen. Nach den Weihnachtsferien war Niedersachsen noch einen Sonderweg gegangen und hatte für Grundschüler und Abschlussklassen das Wechselmodell mit halben Klassen, die abwechselnd zu Hause und in der Schule unterrichtet werde, vorgegeben. Daran hält die Regierung auch weiterhin fest, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Die Präsenzpflicht ist aufgehoben worden. Jetzt können also die Eltern entscheiden, ob sie die Schüler dieser Klassen in die Schule schicken oder nicht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Habe ich in Niedersachsen ein Recht auf Homeoffice?

Eine Bundesverordnung soll dazu führen, dass mehr Menschen als bislang ihre Arbeit vom Büro ins Homeoffice verlagern. Diese Verordnung soll Mitte der Woche in Kraft treten und bis zum 15. März gelten. Sie sieht vor, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern das Homeoffice ermöglichen müssen, „wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen“.

Mehr dazu hier:

Wer darf sich in Niedersachsen wann gegen Corona impfen lassen?

Frauen und Männer, die 80 Jahre und älter sind, können vom 28. Januar an unter der Telefonnummer 0800 99 88 665 oder online auf www.impfportal-niedersachsen.de einen Impftermin reservieren. Sie erhalten direkt zwei Termine, da für einen umfassenden Schutz zwei Spritzen nötig sind. Die Nummer von montags bis samstags in der Zeit von 8 bis 20 Uhr erreichbar. An Feiertagen ist die Hotline geschlossen. Gesundheitsministerin Reimann wirbt aber um Geduld bei der Vergabe der Impftermine.

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Was ist mit der Tagesmutter oder privaten Betreuungsgruppen?

Die private Betreuung von Kindern in Kleingruppen aus mehreren verschiedenen Familien bleibt erlaubt. Außerdem bleibt es Eltern gestattet, Kinder aus mehreren Familien zur Betreuung zu bringen oder dort abzuholen.

Patchwork-Familien oder getrennte Eltern: Wie verhalten sich da die Kontaktbeschränkungen?

Die Kinder gehören zu den Haushalten beider Eltern, entsprechend müssen sie beim Besuch des jeweils anderen Elternhaushalts nicht als zusätzliche, externe Person berücksichtigt werden.

In Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz über 200 soll die Bewegungsfreiheit auf 15 Kilometer um den Wohnort begrenzt werden. Wie will das Land solche Maßnahmen umsetzen?

Anders als andere Bundesländer verpflichtet Niedersachsen die Landkreise nicht zu einem solchen Schritt sondern stellt ih den Kommunen frei. Diese könnten die Lage vor Ort am besten bewerten und einschätzen, ob so eine Maßnahme für einen ganzen Kreis zweckmäßig und notwendig ist, sagte eine Regierungssprecherin.

Anders auch als andere Länder will Niedersachsen die Wohnadresse und nicht den Wohnort zum Ausgangspunkt des 15-Kilometer-Radius machen. Bewohner einer Großstadt würden sonst gegenüber denen einer kleinen Gemeinde bevorzugt.

Wie verhält es sich mit den verschärften Quarantäne-Regeln für Reiserückkehrer aus ausländischen Risikogebieten?

Niedersachsen ist hier strenger, als es die nach Bund-Länder-Beschluss vorgelegte Musterregelung vorsieht. Auch Menschen, die eine zweifache Impfung gegen eine Corona-Infektion nachweisen können und solche, die nachweislich bereits eine Corona-Infektion durchgemacht haben, werden nicht von der Quarantäne-Pflicht befreit.

Harte Corona-Maßnahmen: Gastronomie bleibt geschlossen

Die Gastronomie bleibt weiterhin geschlossen. Auch Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen bleiben geschlossen. Davon ausgenommen sei – wie im Frühjahr in der ersten Corona-Welle – die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

Auch Dienstleistungsbetriebe für die Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe sind bis Ende Januar geschlossen, um den dramatischen Anstieg der Neuinfektionen zu stoppen – weil dort der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Medizinisch notwendige Behandlungen etwa für Physiotherapien sollen möglich bleiben.

Zudem haben Bund und Länder Urlaub in Deutschland verboten: Touristische Übernachtungsangebote im Inland sind seit November bis Ende Januar nicht erlaubt. Sie dürften nur noch für notwendige Zwecke wie zwingende Dienstreisen gemacht werden, beschlossen Kanzlerin und die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen.

Welche Corona-Werte sind entscheidend?

Wer sich über die Corona-Entwicklung in seinem Wohnort informiert, findet mitunter drei verschiedene Angaben zur sogenannten Inzidenz: von der Kommune, vom Land und vom Robert Koch-Institut.

In seiner neuen Corona-Verordnung hat das Land Niedersachsen nun festgelegt, dass für die Einschränkungen bei Überschreiten der Werte 35 und 50 die Angaben des Landesgesundheitsamts entscheidend sind. Diese veröffentlicht das Gesundheitsministerium im Internet.

"Die örtlich zuständigen Behörden können zudem in Bezug auf Landkreise und kreisfreie Städte mit einer 7-Tages-Inzidenz von 200 oder mehr Neuinfektionen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner den Bewegungsradius jeder Person auf 15 Kilometer um den Wohnsitz beschränken", heißt es in der niedersächsischen Landesverordnung.

Zentrale Hotline für alle Fragen

Für alle Bürgerfragen zur Corona-Pandemie hat die Landesregierung eine zentrale Hotline geschaltet. Unter (0511) 120 6000 gibt es allgemeine Informationen zum Coronavirus und seinen Folgen, teilte das Innenministerium in Hannover mit. Bei Detailfragen werde der Kontakt zu entsprechenden Ansprechpartnern vermittelt.

Bereits seit Februar gibt es Telefonauskünfte des Landes zu Gesundheit unter (0511) 4505 555, Land- und Ernährungswirtschaft unter (0511) 120 2000 sowie Wirtschaft und Arbeit unter (0511) 120 5757.

Das Coronavirus in der Region um Braunschweig und Wolfsburg

Hier erfahren Sie detailliert, wie sich die Coronavirus-Infektionen in der Region entwickeln – und was es zu beachten gilt:

Wer wird auf das Coronavirus getestet?

Das Robert-Koch-Institut nennt folgende Kriterien:

1. Akute grippeähnliche Symptome und Kontakt zu einer infizierten Person.

2. Hinweise auf eine virale Lungenentzündung.

3. Akute grippeähnliche Symptome bei Patienten aus einer Risikogruppe (zum Beispiel Alter über 60, Asthmatiker, Diabetiker…) oder bei Beschäftigten im Pflegebereich, in Arztpraxen und Krankenhäusern.

4. Bei akuten grippeähnlichen Symptomen ohne Risikofaktoren soll nur bei ausreichender Kapazität getestet werden.

Quarantäne für Kontaktpersonen

Für Menschen, die mit Corona-Patienten Kontakt hatten, gilt: Kontaktpersonen von Patienten oder Reiserückkehrer aus Risikogebieten mit entsprechenden Symptomen sollten isoliert und so schnell wie möglich auf das Virus getestet werden, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann. Im Falle einer Ansteckung würden die entsprechenden Kontaktpersonen ermittelt.

„Diese werden dann ebenfalls unter Quarantäne gestellt und bei auftretenden Symptomen getestet“, erklärte Reimann.

Nicht jeder Infizierte wird auch krank

Doch nicht jeder Infizierte erkrankt. Die Mehrheit der Betroffenen hat Erkältungssymptome oder gar keine Beschwerden. Schwerere Krankheitsverläufe entwickeln nach den bisherigen weltweiten Erkenntnissen bis zu 15 Prozent der Betroffenen. Häufig sind darunter alte Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen. Die Isolation der Betroffenen und die Suche nach Kontaktpersonen erfolgt, damit sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt. Ziel ist, möglichst viel Kapazität im Gesundheitssystem zu erhalten.

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